Der neue Goldrausch: Dieses Lager ist aktuell extrem heiß begehrt

Es ist weder Wasser noch Silber oder Gold. Mit Letzterem hat es aber etwas zu tun. Die richtige Antwort lautet: Tresore für Gold. (Foto: Africa Studio / shutterstock.com)

Es ist weder Wasser noch Silber oder Gold. Mit Letzterem hat es aber etwas zu tun.

Die richtige Antwort: Tresore für Gold. Dass die meistens Währungen immer mehr Wert verlieren, ist vielen Bürgern klar.

Einige haben ihr Geld bereits in Silber- oder Goldmünzen umgetauscht, um zumindest eine Art von Werterhalt zuhaben.

Natürlich schwanken die Preise der Edelmetalle auch. Deshalb ist solch ein Investment auch keine kurzfristige Anlage.

Wer Gold oder Silber kauft, kann entweder schnell Gewinne machen, wenn der Preis nach dem Kauf schnell steigt.

Oder aber – und das wird in den häufigsten Fällen so sein – wer als Anleger Geduld mitbringt.

Und während sich die Briten noch die Haare raufen, wie sie nach der Wahlniederlage von Theresa May jetzt eine Regierung bilden sollen, konzentrieren wir uns heute dagegen auf Tatsachen.

Kaufkraft-Verlust: Gold oder Bargeld?

Bargeld hat selbst in guten Wirtschafts-Zeiten mit solider Inflation einen Kaufkraft-Verlust zu verbuchen.

Aktuell gibt es Negativ-Zinsen, da wird das Geld nicht nur weniger Wert – es wird ganz einfach weniger.

Wie stark der Kaufkraft-Verlust der einzelnen Länder ist, zeigt folgende Grafik von Thomson Reuters Datastream.

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Seit 1974 haben die USA rund 90% ihrer Kaufkraft verloren – die Deutschen immerhin noch über 60%. 1974 stand die Unze im Vergleich dazu im Durchschnitt bei 158 US-Dollar.

Während also der US-Dollar 90% seiner Kaufkraft eingebüßt hat, ist der Goldpreis um den Faktor 8 gestiegen.

Viel dramatischer ist noch der zweite Chart, der den Kaufkraft-Verlust der Währungen im Vergleich Gold darstellt.

Hier ist es eindeutig, dass Gold für Werterhalt steht, während das Papiergeld über die Jahre hinweg in Staub zerfällt.

Boom der Gold-Tresore

Es hat natürlich einen Hintergrund, warum Gold plötzlich sicher aufbewahrt werden muss.

Einerseits kaufen Privatleute immer mehr Goldmünzen, um sich finanziell vor der kalten Enteignung durch Negativ-Zinsen zu schützen.

Andererseits macht die Goldproduktion auch nicht Stopp und stellt weiterhin fleißig Münzen und Barren her.

So ist auch nicht verwunderlich, was Bloomberg diese Woche verkündet hat:

Demnach sollen 2 Firmen verraten haben, dass sie Tresore in Europa eröffnen wollen, die insgesamt Platz für Gold im Wert von 100 Mio. € haben – eine stolze Summe, die viele Anleger anlocken soll.

Das wird auch nicht schwer, berichten bereits viele Anbieter von Gold-Tresoren über volle Lager. So mehren sich die Anfragen von Gold-Käufern, wer einen guten Gold-Safe anbieten kann.

Dieser Trend ist eindeutig und kein Zeichen für Vertrauen in den Euro oder in das Pfund – passend zur Regierungs-Krise in London.

Den Euro per Option verkaufen?

Bedeutet der obige Text, dass Sie jetzt sofort einen Put auf den Euro kaufen sollten? – Nein.

Das obige Spiel läuft langfristig und ist in keinster Weise der Grund warum der Kurs von EUR/USD in den vergangenen 2 Tagen ein wenig eingebrochen ist.

Wir befinden uns immer noch kurz unter dem Jahreshoch und haben auch noch Abstand zur Aufwärts-Trendlinie.

Außerdem sitzen US-Dollar und Euro im selben Boot. Wenn, dann müssten Sie ein Währungs-Paar finden, das aus Euro und einer stabilen Währung besteht.

Das britische Pfund kämpft neben der Entwertung gegen den BrExit und ist deshalb auch nicht zu empfehlen.

Der Japanische Yen steigt zumindest gegen den Euro in den letzten 3 Jahren, aber der Euro zeigt im direkten Vergleich aktuell wieder Stärke.

Kaufen Sie also in dem Fall lieber Silber und Gold in physischer Form und lassen Sie den Euro links liegen!

Ein sicherer Put auf den Euro ist die obige Nachricht nämlich nicht; eher einer auf das Vertrauen der Sparer in ihre Währungen.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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