Der Sportmarkt boomt

Der Verband des deutschen Sportfachhandels erklärt sich den boomenden Sportmarkt mit dem gestiegenen Gesundheits-Bewusstsein der Verbraucher.

Ob Männer, Frauen, Kinder oder Senioren – bei vielen gehört der regelmäßige Sport zum Tagesablauf. Auch in schwierigen Wirtschaftslagen wird daher an Sportausrüstung nicht gespart.

Zu den am stärksten wachsenden Produkt-Gruppen gehört alles, was mit Outdoor zu tun hat.

Davon profitierte einer unserer Aktien-Favoriten, DICK’S Sporting Goods, der für so gut wie jeden Outdoor-Fan die passende Ausrüstung hat.

Trotz schwierigeren Konsum-Klimas übertraf DICK’S im 3. Quartal die Markterwartungen und steigerte den Umsatz um 10,2%.

Während die Umsätze auf vergleichbarer Fläche in den DICK’S Sporting Goods Filialen um 5,5% zulegten, hinkten die Golf Galaxy Geschäfte hinterher:

Die Umsätze auf vergleichbarer Fläche waren dort um 3,3% rückläufig. Um das Wachstums-Tempo zu beschleunigen, hat der Konzern 36 neue Geschäfte eröffnet.

Für die Sportartikel-Branche ist China ein Wachstumsmarkt

Die chinesische Wirtschaft hat sich im vergangenen Jahr schwergetan. Und auch die Turbulenzen an der chinesischen Börse Anfang 2016 haben wir noch gut in Erinnerung.

Trotzdem ist China für viele Branchen noch immer ein wichtiger Wachstumsmarkt, z. B. für Sportartikel-Hersteller.

Laut dem Forschungs-Institut Euromonitor ist der chinesische Markt für Sportbekleidung heute rund 20 Mrd. $ schwer; bis 2018 sollen es 28 Mrd. $ sein.

Kein Wunder also, dass die Sportartikel-Hersteller verbissen um die Hoheit im Fernen Osten kämpfen – namentlich die beiden Weltmarktführer Nike und adidas.

In den letzten Jahren war Nike mit einem geschätzten Marktanteil von über 12% leicht im Vorteil.

Während es für ASICS in seinen wichtigsten Märkten nicht so gut lief, konnten nur in Asien die Umsätze deutlich gesteigert werden.

An Innovationen mangelt es ASICS nicht; Mitte des Jahres kommt in der Neuauflage des Klassikers Kayano ein ganz neues Material zum Einsatz.

Der Sportartikelmarkt wächst

Die hohe Nachfrage nach Sportartikeln war auch im vergangenen Jahr ungebrochen. Weltmarktführer Nike legte im Wettkampf mit dem Konkurrenten adidas die Latte ein Stück höher.

Im 2. Geschäftsquartal übertraf der weltgrößte Sportartikel-Hersteller die Erwartungen des Marktes.

Den Umsatz steigerte die Marke mit dem „Swoosh“ – Nikes charakteristischem Markenzeichen – um 6%. Wechselkursbereinigt kletterten die Einnahmen sogar um 8%.

Damit setzte sich das Wachstum der vergangenen Jahre fort:

Nike hat den Konzern-Umsatz von 9,5 Mrd. $ im Jahr 2000 auf 32,4 Mrd. $ im Geschäftsjahr 2015 mehr als verdreifacht.

Nur im Krisenjahr 2009 ging der Umsatz leicht zurück. In jedem anderen Jahr sind die Umsätze deutlich gestiegen.

Ein Blick nach vorne

Bis 2019 will Nike 38 bis 39 Mrd. $ Umsatz erzielen. Das wird allerdings nicht einfach.

Denn im Basketball-Geschäft spürt Nike nicht nur die Konkurrenz von adidas, sondern auch die des aufstrebenden Mitbewerbers Under Armour, der den NBA-Superstar Stephen Curry als Werbeträger unter Vertrag hat.

Im Heimatmarkt gelang es Under Armour, adidas zu überholen. Inzwischen rangiert der Konzern nach Umsatz direkt hinter Weltmarktführer Nike an 2. Position.

14. Februar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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