Der Stahlmarkt stabilisiert sich

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Nach einem Minus im vergangenen Jahr soll 2017 Jahr die Rohstahl-Erzeugung in Deutschland wieder steigen; um 1% auf 42 Mio. t. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Die deutsche Stahl-Industrie hat 2016 bei der Rohstahl-Produktion ein Minus von 1% ausgewiesen.

Weltweit hat die Stahlproduktion 2016 leicht um 0,8% auf 1.628 Mio. t (EU: -2,3% auf 162 Mio. t; Nordamerika: 0,0% auf 111 Mio. t; Asien: +1,6% auf 1.125 Mio. t) zugelegt.

Wegen einer verbesserten Auftragslage rechnet der deutsche Stahlverband mit einer moderaten Aufwärts-Entwicklung.

Für 2017 wird in Deutschland eine Rohstahl-Erzeugung von rund 43 Mio. t erwartet, was einem Anstieg von 1% entspricht. Weltweit soll die Nachfrage um 0,5% ansteigen.

Vor dem Hintergrund niedriger Lagerbestände sowie einer soliden Entwicklung in der stahlverarbeitenden Industrie zeichnet sich eine Stabilisierung der Stahlkonjunktur in Deutschland ab.

Zudem hat sich das Preis-Umfeld für Stahlprodukte verbessert. Das Branchen-Rating wurde auf positiv hochgestuft.

Salzgitter zeigt sich optimistisch

Salzgitter äußerte sich optimistisch zum Geschäftsverlauf. Mit steigenden Stahlpreisen ist auch ein höherer Vorsteuer-Gewinn möglich.

Im November hatte der Konzern für das Geschäftsjahr 2016 einen Vorsteuer-Gewinn von 30 – 60 Mio. € in Aussicht gestellt.

Die Sorgen in seiner Branche vor einer Ausweitung protektionistischer Maßnahmen durch die „America First“-Politik von US-Präsident Trump hält der Vorstands-Chef für übertrieben.

Schon heute ist nahezu jede Stahl verbrauchende Region auf der Welt durch handelspolitische Maßnahmen wie Zölle abgeschirmt. Die Lage für Salzgitter sieht er gelassen.

Der Anteil des US-Geschäfts am Konzer-Uumsatz beläuft sich nur auf 8,5%.

Das größte Potenzial für eine Markt-Destabilisierung geht nach wie vor von China aus. Der massive Import-Druck aus China belastet die Kapazitäts-Auslastung.

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U.S. Steel (5109) macht nach wie vor das schwierige wirtschaftliche Umfeld und das weltweite Überangebot auf dem Stahlmarkt zu schaffen.

Aus 1 mach 2: Alcoa und Arconic

Alcoa hat sich zum 1. November 2016 aufgespalten: Die klassische Verhüttungs-Sparte führen wir in der Aktien-Analyse unter dem Namen Alcoa weiter.

Das Geschäft mit technologisch anspruchsvolleren Produkten ist in die neue Gesellschaft Arconic ausgelagert worden.

Diese spezialisiert sich auf hochwertige Aluminium- und Titan-Legierungen für Fahrzeug- und Flugzeugbau sowie die Bauindustrie.

Die Abspaltung von Alcoa hat Arconic rote Zahlen eingebrockt. Auch Alcoa schrieb wegen der Schließung von Werken zuletzt rote Zahlen.

Den Lichtblick hat die Börse schon vorweggenommen

Der Lichtblick für die Stahlkocher hat sich an der Börse schon positiv ausgewirkt.

Auf Sicht von 6 – 12 Monaten notieren die Aktien aller Stahlkocher ausnahmslos im grünen Bereich – z. T. sogar mit 2-stelligen Kurszuwächsen.

Das sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die ehemaligen Höchstkurse noch in weiter Ferne liegen.

Relativ schwach entwickelte sich Europas größter Stahlhändler Klöckner & Co. Der Konzern profitiert eigentlich davon, dass er selbst keinen Stahl produziert.

Hoffnung macht die Transformation des Geschäftsmodells im Rahmen der Strategie „Klöckner & Co 2020“:

So leistete der Einsatz von digitalen Pricing Tools bereits einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Margen.


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.