DAX: Der Startschuss für die Jahresendrally ist gefallen

Gestern hatte ich Ihnen erläutert, warum ich nach der zähen Seitwärts-Bewegung der vergangenen Monate mit einem DAX-Comeback rechne.

Angesichts der aktuellen Entwicklung möchte ich daran heute anknüpfen und für Sie die weiteren charttechnischen Perspektiven des deutschen Leitindex etwas genauer unter die Lupe nehmen.

DAX klettert über 11.000 Punkte

In den vergangenen Monaten hatten immer wieder politische Belastungs-Faktoren die Börsen ausgebremst.

Nach dem Referendum in Italien war die politische Unsicherheit nun endlich aus dem Markt. Die Reaktion der Anleger: Sie griffen zu und schickten den DAX gen Norden.

Zum Wochenauftakt hatte sich der Index bereits der zentralen charttechnischen Hürde im Bereich von 10.800 Punkten angenähert.

Gestern startete der DAX mit einem Aufwärtsgap, einer Kurslücke, in den Handel und übersprang die angesprochene Widerstands-Zone deutlich.

Heute ließ der deutsche Leitindex ein weiteres Gap folgen und kletterte erstmals seit gut 1 Jahr wieder über die runde 11.000-Punkte-Marke.

„Shorties“ müssen sich eindecken

Die neu aufgekommene Aufwärts-Dynamik und die Tatsache, dass der DAX gleich zwei Kurslücken hinterlassen hat, sind eindeutig positive Signale.

Gegenüber dem Tief vom vergangenen Freitag hat der Index bereits um rund 700 Punkte zugelegt. Dieser schnelle Anstieg ist auch darauf zurückzuführen, dass viele Anleger auf der falschen Seite standen.

Zahlreiche kurzfristig orientierte Trader haben darauf gesetzt, dass der DAX erneut – wie so oft in den vergangenen Monaten – an dem Widerstand bei 10.800 Zählern nach unten abprallt.

Die Folge: Die „Shorties“, die auf fallende Notierungen gesetzt hatten, mussten ihre Positionen schließen, um ihre Verluste zu begrenzen. Dies verstärkte den Anstieg in den vergangenen Tagen zusätzlich.

Der Startschuss für eine mittelfristige Trendbewegung ist gefallen

Für Sie als Anleger ist jedoch nicht die Kursentwicklung von 2 oder 3 Handelstagen entscheidend, sondern vielmehr die mittelfristigen Perspektiven.

Und diese haben sich mit dem jüngsten Anstieg massiv verbessert.

Denn mit dem Ausbruch über die zentrale Widerstands-Zone bei gut 10.800 Punkten, an der der Index seit August insgesamt 4x nach unten gedreht hatte, ist der Weg für weitere Kurssteigerungen frei.

Damit stehen die Zeichen auf Jahresendrally.

Und gerade nach der zähen Seitwärts-Bewegung der vergangenen Monate spricht viel dafür, dass mit den jüngsten Kursavancen der Startschuss für eine kräftige mittelfristige Trendbewegung gefallen ist.

Weitere Kurssteigerungen in Sicht

Die positiven fundamentalen Aussichten hatte ich Ihnen gestern schon geschildert. Nun gibt auch die Charttechnik endlich grünes Licht.

Das nächste kurzfristige Etappenziel sehe ich jetzt im Bereich von 11.400 Punkten. Hier – bei exakt 11.431 Zählern – hatte der DAX Anfang Dezember 2015 ein markantes Hoch hinterlassen.

dax

Wird auch diese Marke überwunden, eröffnet sich weiteres Aufwärts-Potenzial.

In diesem Fall halte ich für das kommende Jahr einen weiteren Anstieg in Richtung des Allzeithochs für realistisch. Dieses wurde im April 2015 bei 12.391 Punkten erreicht.

Die Voraussetzungen für mittelfristige Kurssteigerungen stehen also gut. Für Sie als Anleger wird es sich daher lohnen, in den kommenden Monaten wieder vermehrt auf deutsche Aktien zu setzen.

8. Dezember 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.

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