Daimler: Der Stolz einer ganzen Region

Rund um Sindelfingen gibt es wenig, das nicht zu Daimler gehört. Der Konzern prägt eine ganze Region. Was aber macht die Aktie zurzeit? (Foto: Tadeas Skuhra / Shutterstock.com)

Wer im Großraum Stuttgart unterwegs ist, der sieht meist sofort, welche großen Arbeitgeber die Region nach vorne gebracht haben:

Daimler und Porsche sind auf schwäbischen Straßen überdurchschnittlich oft vertreten.

Doch obwohl die Region noch immer mit großem Wohlstand glänzt und eine feste Anstellung „beim Daimler“ einer Verbeamtung mit besseren Bezügen gleichkommt, macht sich im Schwabenland die Sorge vor der Zukunft breit.

Das Thema der Elektromobilität beschäftigt viele direkt oder indirekt in der Automobil-Industrie Beschäftigte. Werden deutsche Konzerne ihre Top-Position verteidigen können?

Wir haben die Aktie von Daimler für Sie genau untersucht:

Daimler: Die wichtigsten Infos und aktuellen Zahlen

Daimler ist ein weltweit führender Hersteller von Premium-Personenwagen und bei Nutzfahrzeugen weltweit die Nr 1. Die Geschäftsfelder sind:

  • Mercedes-Benz Cars,
  • Daimler Trucks,
  • Daimler Financial Services
  • sowie Vans und Busse.

Das Unternehmen bleibt auf Rekordkurs: In den ersten 9 Monaten stiegen der Umsatz um 7,6%, der Gewinn um 14,8% und der PKW-Absatz um 9,4% auf 1,76 Mio. Einheiten.

Besonders gut lief es in China, wo der Absatz um 30% auf 458.000 Fahrzeuge nach oben schoss.

Die operative Marge verbesserte sich im Konzern von 8,4 auf 9,3% und in der PKW-Sparte von 8,5 auf 9,7%.

Sondereffekte wie hohe Kosten für die Nachrüstung von Diesel-Fahrzeugen und für eine Rückruf-Aktion wegen defekter Airbags verhinderten ein noch besseres Ergebnis.

Im Gesamtjahr will Daimler nach wie vor Absatz, Umsatz und operatives Ergebnis deutlich steigern, also jeweils um rund 10%.

Neue Konzern-Struktur soll Zahlen verbessern

Bis 2025 wird der Konzern rund 35 Mrd. € in Elektromobilität, autonomes Fahren und Mobilitäts-Dienste investieren.

Besonders in China muss Daimler die Produktion von Elektro-Autos forcieren.

Der Grund ist die ab 2019 geltende Elektro-Quote. Mehr Elektro-Autos bedeuten wegen der hohen Investitionen zunächst aber weniger Gewinn.

Um auch in einer Übergangs-Phase eine Marge von annähernd 10% zu erzielen, hat Daimler ein neues 4 Mrd. € schweres Sparprogramm verabschiedet.

Zudem kündigte der Konzern einen Umbau an, der 2019 von der Hauptversammlung beschlossen werden soll.

Die bisherigen 5 Sparten sollen unter einer Holding in die rechtlich selbstständigen Bereiche PKW, Nutzfahrzeuge und Finanzdienste zusammengefasst werden.

Vom Umbau verspricht sich Daimler eine Beschleunigung des Umsatz- und Ergebnis-Wachstums.

Warum Sie bei Daimler noch warten sollten

Mit einer Dividendenrendite von 5% kann die Aktie vor allem Dividenden-Jäger überzeugen.

Doch kommt auf Daimler auch Gegenwind zu: Neben dem Kartell-Verfahren droht ein Margen-Rückgang.

Die Aktie ist sicher nicht schlecht, aber auch kein Überflieger. Warten Sie also trotz der bereits günstigen Bewertung besser noch ab!

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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