Der Test rückt näher: Das ist jetzt sehr wichtig für Ihr DAX-Trading

Der Test rückt näher! Welcher und auf was Sie jetzt besonders achten müssen, das alles verrät Ihnen unser Börsen-Experte Michael Sturm hier: (Foto: Deutsche Börse AG)

Seit nunmehr über 6 Wochen versuchen die DAX-Bullen den Sprung nach oben und den Angriff auf die 13.000-Punkte-Marke.

Doch was jedes Mal aufs Neue zunächst vielversprechend beginnt, endet mit einem jähen Abbruch des Anstiegs.

Was ich damit meine, sehen Sie hier im kurzfristigen 1-Monats-Chart des DAX-Index:

DAX 280617 1M

DAX-Chart 1 Monat (Stunden-Balken)

Jede Menge Fehlausbrüche

Im kurzfristigen 1-Monats-Chartbild sehen Sie 4 Aufwärts-GAPs (Kurslücken, schwarze Ellipsen).

Diese zeigen, dass der DAX-Index am jeweiligen Handelstag mit stark steigenden Kursen begann, die mehr oder weniger weit oberhalb des Vortages-Schlusskurses lagen.

Es entsteht eine Kurslücke, will heißen: Kurse, die übersprungen wurden und nicht gehandelt wurden.

Solche Aufwärts-GAPs sind ein Zeichen von dynamischer Aufwärtskraft. I. d. R. steigen die Kurse dann an so 1 Tag weiter und die Chancen auf weitere Kurs-Steigerungen an den Folgetagen ist groß.

Aber es fällt sofort auf, dass diese Kurslücken bereits am Folgetag geschlossen wurden.

Ich hatte bereits in meiner Analyse von vergangener Woche darauf hingewiesen und erläutert, dass es eine derartige Schwäche nach jedem Ausbruchs-Versuch (rote Spitzen) dem DAX-Index deutlich erschwert weiter nach oben zu laufen ohne vorher eine Konsolidierung einzuleiten.

Dies ist jetzt geschehen. Der DAX-Index hat die erste horizontale Unterstützung (grüne Horizontal-Linie) bei 12.675 Punkten nach unten durchstoßen.

Im kurzfristigen Chartbild ist allerdings nicht zu erkennen, wo diese Konsolidierung hinführen kann.

Dazu blicken wir in das mittelfristige 1-Jahres-Chartbild des DAX-Index:

DAX 280617 1J

DAX-Chart 1 Jahr (8-Stunden-Balken)

Innenliegenden Unterstützungs-Trend beachten

Im mittelfristigen Chartbild sehen Sie zunächst den mustergültigen Aufwärts-Trendkanal (dunkelblauer Trendkanal).

Innerhalb dieses Trends hangelte sich der DAX-Index seit etwa 1 Jahr nach oben. Seit Dezember 2016 wechselte er auf die Überholspur in die obere Hälfte des Trendkanals.

Dabei bot ihm die untere Begrenzung des innenliegenden Unterstützungs-Trends (hellblaue Trendlinie) immer wieder eine gute Unterstützung.

Sie wurde bis heute nicht verletzt! Aktuell bietet Sie bei etwa 12.500 Punkten Halt. Wird sie verletzt, dann sollte die Konsolidierung einen etwas ausgedehnteren Umfang haben (roter Pfeil).

Darauf kommt es jetzt an:

Hält die 12.500er-Marke und der DAX-Index kann eine Wende einleiten, wäre die Welt noch in Ordnung. Hält sie aber nicht, dann müssen Sie mit weiteren Kursverlusten rechnen.

Als schnell erreichtes Ziel ist da zunächst die 12.250er-Marke auszumachen (untere Grüne Unterstützungs-Linie). Das sollte aber nicht ausreichen.

Ich gehe davon aus, dass in diesem Falle früher oder später die untere Begrenzung des mittelfristigen Aufwärts-Trendkanals (dunkelblauer Trendkanal) angelaufen wird.

Aber noch ist es nicht soweit. Denn zur Hilfe für eine eventuelle Wende an der hellblauen Unterstützungs-Linie kommt zusätzlich die horizontale Unterstützung (obere grüne Linie).

Sie müssen also abwarten, wie der DAX-Index sich an diesem Punkt (12.500) verhält!

Dies wird auch aus dem langfristigen 10-Jahres-Chart des DAX-Index ersichtlich:

DAX 280617 10J

DAX-Chart 10 Jahre (Wochen-Balken)

12500 entscheidend

Auch im langfristigen Chartbild vom DAX-Index wird die Bedeutung der 12.500er-Marke ersichtlich. Denn dort verläuft der grüne Trend.

Auch wenn er im 1. Quartal 2015 einmal deutlich übertroffen wurde, so ist deutlich zu erkennen, dass er in den zurückliegenden 6 Jahren immer eingehalten wurde.

Der jüngste Zipfel des DAX-Index liegt bereits ebenfalls darüber – Grund genug darüber nachzudenken, ob dem Index eine ähnliche Übertreibungs-Hausse wie im 1. Quartal 2015 gelingen kann.

Die obere Begrenzung dieses inneren grünen Trends liegt ebenfalls bei etwa 12.500 Punkten.

Rutscht der DAX durch, dann befindet er sich wieder im Trendkanal. Hält sie, dann könnte tatsächlich 2016 wiederholt werden.

Sie sehen, die Zahl 12.500 taucht immer wieder auf.

Umso wichtiger ist sie! Achten Sie also darauf, ob der DAX-Index sie erfolgreich verteidigen kann!

Jahres-Endprognose:

Oberkante Trendkanal oder 11.250/11.500

Für den DAX-Index könnte ein 2015er-Revival bis zum Jahresende durchaus zu Kursen von 13.750/13.850 Punkten führen.

Dann ist aber Schluss! Noch weiter steigende DAX-Kurse über diesen mehrjährigen Widerstand hinaus halte ich für schier unmöglich.

Spätestens bei dieser Marke sollten größere Gewinn-Mitnahmen einsetzen und auch Sie sich vorübergehend von Ihren DAX-Positionen trennen.

Nach unten ist eine ausgedehntere Konsolidierung bis zur Marke von etwa 11.250/11.500 Punkten möglich. Dort liegt auch das letzte markante Zwischenhoch von November 2015.

Fazit

Dass die 13.000 fallen wird, sehe ich mit einer großen Wahrscheinlichkeit. Die Frage ist nur: wann? Konsolidieren wir vorher oder nicht?

Wichtig für Sie in diesem Zusammenhang:

  1. Nach unten sollten Sie unbedingt die 12.500er-Marke im Auge behalten.
  2. Auf alle Fälle wird der Index diese obere blaue Trendbegrenzung nicht überwinden! Das bedeutet für Sie: Sobald Sie erreicht wird, steigen Sie aus dem Markt aus!
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Von: Michael Sturm. Über den Autor

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