Deutsche-Bank-Aktie unter Druck: Es geht nicht voran

Die Aktie der Deutschen Bank befindet sich im Sinkflug; immer mehr Analysten senken entsprechend den Daumen. Droht der nächste Kurscrash? (Foto: Vytautas Kielaitis / Shutterstock.com)

Die Deutsche Bank kommt nicht zur Ruhe, die Aktie steht seit einigen Wochen wieder massiv unter Beschuss.

Das Geldhaus kommt aber auch nicht wirklich in eine gute Spur, urteilen Analysten – und senken nach und nach nicht nur die Kursziele, sondern auch die Daumen.

Allein in den vergangenen vier Wochen hat die Deutsche Bank Aktie rund 12% an Wert verloren – von Erholung keine Spur…

Stattdessen taumelt sie immer weiter in Richtung der Tiefststände, die sie im vergangenen Herbst markiert hat. Damals kostete das Papier zeitweise weniger als 10 €.

Deutsche-Bank-Aktie? – Weg damit!

Möchte man es positiv lesen, könnte man darauf verweisen, dass das Wertpapier auf Jahressicht immerhin deutlich im Plus liegt.

Wer vor 1 Jahr zugeschlagen hat, kann den Anteilsschein nun mit einem Aufschlag von mehr als 20% loswerden.

À propos Loswerden:

Das empfehlen inzwischen auch immer mehr Analysten – das, was von den in diesem Jahr erzielten Gewinnen noch übrig ist, mitnehmen, ehe sie gänzlich pulverisiert sind!

Gut 13 € kostete die Aktie zuletzt und war damit bereits weniger wert, als einige pessimistische Analysten noch vor Kurzem vorausgesagt hatten.

Besonders deutlich hallt eine Einschätzung der Experten der US-Großbank Citigroup nach, die in ihrer Verkaufs-Empfehlung vor einem Kurssturz auf 9,50 € warnen.

Tatsächlich ging es seitdem noch einmal kräftig abwärts, schließlich kann auch ein einzelner Analysten-Kommentar an der Börse für deutliche Bewegungen sorgen.

Schwächen im Kapitalmarkt-Geschäft

Als enttäuschend stuften die meisten Analysten die jüngsten Quartalszahlen der Deutschen Bank ein.

Diese waren zwar gemischt ausgefallen, hatten also nicht ausschließlich negative Nachrichten bereitgehalten.

Doch was die Alarmglocken von Anlegern wie Analysten gleichermaßen schrillen lässt, sind die Schwächen im Kapitalmarkt-Geschäft und dem Investment-Banking.

Zwar hatten auch andere Banken mit dem eher ruhigen Handel der vergangenen Monate zu kämpfen, bei der Deutschen Bank waren die Einbußen aber besonders deutlich.

Ein Analyst von Goldman Sachs bescheinigt dem angeschlagenen deutschen Kredit-Institut im Vergleich zu europäischen Wettbewerbern ein sehr schlechtes Abschneiden.

Er rät in seinem Fazit aber dazu, die Aktie zu halten und setzt auf ein Kursziel von 16,10 €.

Langfristige Schwierigkeiten

Bei der Citigroup, die die bislang negativste Einschätzung zur Deutschen Bank Aktie abgegeben hat, rechnet man auch in den kommenden Jahren nicht mit einer nachhaltigen Erholung.

Alarmiert zeigten sich die Beobachter hier nicht zuletzt von den Verlusten von Marktanteilen im Aktien-Handel.

Auch würden die Sparmaßnahmen womöglich nicht die gewünschten Effekte erzielen. Die Gewinn-Prognosen kappte der Analyst daraufhin bis ins Jahr 2020.

Die Deutsche Bank hatte nicht nur durch den globalen Finanzcrash zu leiden, sondern war darüber hinaus in etliche internationale Betrugs- und Manipulations-Skandale verstrickt.

Das führte neben herben Image-Verlusten auch zu mehreren milliardenschweren Strafzahlungen und verhagelte die Geschäfts-Bilanzen mehrfach.

2017-08-23 Deutsche Bank


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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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