Deutsche Bank: Der Absturz ist kein Einzelfall

Das Thema Deutsche Bank schlägt hohe Wellen – nicht nur bei uns in Deutschland. Auch im Ausland schauen viele Beobachter ganz genau hin, was mit der größten deutschen Bank passiert:

In den USA machen schon Schlagzeilen die Runde, wonach die Deutsche Bank die nächste Lehman Brothers werden könnte.

Die Meldung über mögliche Strafzahlungen der Deutschen Bank an US-Behörden wegen unrechtmäßiger Geschäfte während der US-Immobilienkrise hat die Aktie der Deutschen Bank massiv unter Druck gesetzt.

Deutsche Bank Aktie stürzte kürzlich auf Rekordtief

Erst Ende vergangener Woche rutschte die Aktie der Deutschen Bank erstmals in ihrer Geschichte auf weniger als 10 €. Dieser Absturz dauerte jedoch nicht lange:

Am Nachmittag tauchten dann Meldungen auf, wonach die Strafzahlungen der Deutschen Bank eben doch deutlich geringer ausfallen könnten. Auf einmal war „nur noch“ von 5,4 Mrd. Dollar die Rede.

Diese Gerüchte reichten aus, um die Aktie in wenigen Stunden um mehr als 15% nach oben schießen zu lassen.

Mir zeigt diese Entwicklung nur eines: Das Drama um die Deutsche Bank dauert immer weiter an. Die Nervosität der Anleger bleibt hoch und die Aktie schwankt sehr stark.

Eines ist für mich klar: Sollten sich die Gerüchte über die geringen Strafzahlungen nicht bestätigen, dann ist der nächste Kursabsturz schon vorprogrammiert.

Zudem muss Ihnen bei all diesen Meldungen über die Strafzahlungen eins klar sein: Das ist nur eine der vielen Baustellen der Deutschen Bank.

Sehr viel schwerer wiegt, dass wohl schon einige Großinvestoren den Glauben an die Deutsche Bank verloren haben.

Auch hier machten erst vor wenigen Tagen einige Gerüchte die Runde, wonach einige Großinvestoren schon jetzt Milliarden-Summen von der Deutschen Bank abgezogen haben.

Sie können sich vorstellen, dass solche Meldungen den Druck auf die Aktie weiter hoch halten. Allein in diesem Jahr hat sich der Aktienkurs schon halbiert.

Auch Schweizer Bank-Aktien von der Krise betroffen

Aber die Deutsche Bank ist hier kein Einzelfall in der europäischen Banken-Szene.

Auch in der Schweiz gibt es große Probleme. Das ist beispielsweise ablesbar an der Entwicklung der Credit Suisse Aktie, die auf Jahressicht auch mehr als 40% an Wert verloren hat.

Die hohen Risiken bei den Banken spiegeln sich ganz klar im Aktienkurs wieder.

Daher bleibe ich auch bei meiner Einschätzung: Bank-Aktien sind derzeit keine geeignete Aktien-Gattung – dafür sind die Risiken trotz der hohen Abschläge noch immer zu groß.

5. Oktober 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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