Deutsche Bank: Wie das neue Rekordtief einzuordnen ist

John Cryan hatte das wohl kommen sehen: Nicht umsonst hatte er auf dem Wirtschaftsforum in Davos vor gut 2 Wochen ein Manöver gestartet, um von den riesigen Problemen der Deutschen Bank abzulenken.

Heute lässt sich konstatieren: Ablenkungsmanöver missglückt.

Am Dienstag rutschte der Kurs des größten deutschen Bankhauses mit 13,03 Euro auf das tiefste Niveau seiner Börsenhistorie.

Allein seit Davos – also in nur 12 Handelstagen – büßte der Deutsche Bank-Kurs in der Spitze -26,0% ein. Seit dem Jahresbeginn belaufen sich die Verluste auf schier unglaubliche -42,2%!

Chartanalyse-Trends-Leser waren wieder einmal gewarnt

Dabei war es ein Kurs-Debakel mit Ansage: Am 25. Januar schrieb ich Ihnen hier in Chartanalyse-Trends folgende Einschätzung zur Deutsche Bank Aktie:

„Der Rutsch unter die Unterstützung bei 22,70 Euro kurz vor Weihnachten des vergangenen Jahres war das letzte Warnsignal für den Charttechniker.

Nun stellt sich auf der Unterseite nur noch das Allzeittief bei 13,39 Euro aus der Zeit nach der Finanzkrise einem weiteren Abrutschen entgegen.

Mein Rat lautet: Glauben Sie bitte nicht, dass der Kurs der Deutsche Bank Aktie nun kaum noch weiter fallen könne.“

Da kann ich nur sagen: Wohl dem, der seit Jahren meine Einschätzungen zur Deutschen Bank hier in Chartanalyse-Trends richtig interpretiert hat: Mit einem Short-Derivat auf die Aktie war viel Geld zu verdienen!

deutsche bank aktie-11-02-2016

Deutsche Bank Aktie: Neues Rekordtief

Fazit

Auch wenn ich noch immer keine wirkliche Perspektive erkenne, wie die Deutsche Bank wieder auf einen langfristigen, geschäftlich Ertrag bringenden Pfad zurückfindet: Mit dem Kursrutsch der vergangenen Wochen auf ein neues Rekordtief ist das Risiko auf der Unterseite ein Stück weit kleiner geworden.

Und die Chancen, dass sich der Deutsche Bank-Kurs im Laufe der nächsten 1 bis 2 Jahre mal wieder deutlich erholt, sind auf dem jetzt erreichten Niveau auch höher einzustufen.

Sie wissen ja: In einem kostenlosen Newsletter darf ich keine konkreten Kaufempfehlungen aussprechen. Deswegen kann ich Ihnen an dieser Stelle nur die Chancen und Risiken aufzeigen, die ich im Chart erkenne. Das bedeutet:

Natürlich kann der Deutsche Bank-Kurs in dem zurzeit extrem volatilen Umfeld auch noch 1,2 oder gar 3 Euro tiefer abrutschen. Ein vorausschauender Investor zieht eine solche Möglichkeit mit in Betracht und plant entsprechend.

11. Februar 2016

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Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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