Deutsche EuroShop: Dividendenstarkes Immobilien-Schnäppchen

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Der Hamburger Shoppingcenter-Betreiber Deutsche EuroShop legt überzeugende Zahlen vor und bietet 5,7% Dividendenrendite. (Foto: 360b / shutterstock.com)

Wer möchte nicht auch in diesen Zeiten Immobilien unterhalb des Substanzwertes kaufen? An der Börse ist das noch möglich. Der börsennotierte Hamburger Shoppingcenter-Investor Deutsche Euroshop hat kürzlich vorläufige Geschäftszahlen für das Jahr 2018 vorgelegt, die einen Substanzwert deutlich über dem Aktienkurs anzeigen.

Da die Deutsche Euroshop trotz ihrer Mitgliedschaft im MDax recht unbekannt ist (da in den Medien selten darüber berichtet wird), stelle ich Ihnen das Unternehmen zunächst kurz vor.

Im Anschluss daran werde ich mich dem aktuellen Zahlenwerk widmen.

Deutsche Euroshop: Die Shoppingcenter AG

Die Deutsche Euroshop AG wurde am 10. Oktober1997 als reine Vorratsgesellschaft unter dem Namen Torwa Beteiligungs AG gegründet und firmiert seit dem 21. August 2000 als Deutsche EuroShop. Sie hat ihren Sitz in Hamburg.

Zuvor war der Sitz der Gesellschaft in Eschborn bei Frankfurt am Main. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben Deutschlands einzige Aktiengesellschaft, die ausschließlich in Shoppingcenter an erstklassigen Standorten investiert.

Die Deutsche Euroshop ist zurzeit an 21 Einkaufscentern in Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien und Ungarn beteiligt. Zum Portfolio gehören u. a. das Main-Taunus-Zentrum bei Frankfurt, die Altmarkt-Galerie in Dresden und die Galeria Baltycka in Danzig.

Gute Zahlen und eine hohe Dividendenrendite

Die Deutsche EuroShop AG konnte das Geschäftsjahr 2018 auf Basis der vorläufigen Zahlen mit guten und oberhalb der prognostizierten Werte liegenden operativen Ergebnissen abschließen. Der Umsatz legte um 3,0% auf 225,0 Mio. Euro zu (Prognose: 220 bis 224 Mio. Euro). Der operative Gewinn (EBIT) stieg um 3,5% auf 199,1 Mio. Euro (Prognose: 193 bis 197 Mio. Euro).

Wir freuen uns über die positive Entwicklung der operativen Zahlen, die in einem für den stationären Einzelhandel weiter anspruchsvollen Marktumfeld erreicht wurden. Unser Vermietungsstand ist mit rund 99% unverändert sehr hoch und neben den positiven Effekten aus der Portfolioerweiterung konnten auch die Umsatzerlöse der übrigen Shoppingcenter leicht um 0,4% gesteigert werden, erläutert Deutsche-EuroShop-Chef Wilhelm Wellner.

Aufgrund der guten operativen Geschäftsentwicklung beabsichtigt das EuroShop-Management eine auf 1,50 Euro erhöhte Dividende vorzuschlagen. Das würde auf Basis des aktuellen Aktienkurses eine Dividendenrendite von rund 5,7% bedeuten. In der aktuellen Nullzinsphase ist eine solche Dividendenrendite aus meiner Sicht als sehr attraktiv einzuschätzen.

Die DeutscheEuroShop-Aktie im Blickpunkt

Bis Frühjahr 2015 entwickelte sich die EuroShop-Aktie sehr positiv. Im April 2015 notierte das Papier bei rund 50 Euro. Heute kostet die Aktie nur noch gut 26 Euro. Das ist aus meiner Sicht deutlich zu wenig.

Angesichts eines Nettosubstanzwerts von gut 43 Euro je Aktie und einer bereits angesprochenen Dividendenrendite von 5,7% ist die EuroShop-Aktie mehr als einen Blick wert.

Warum die Aktie in den vergangenen Jahren so unter Druck geraten ist? Das liegt im Wesentlichen an 2 Faktoren. Faktor 1: Viele Investoren haben Angst davor, dass Amazon den stationären Einzelhandel nahezu komplett zerstört. Aus meiner Sicht eine übertriebene Angst, wie die niedrige Leerstandsquote bei EuroShop zeigt. Faktor 2: Zinsängste, die für meine Begriffe ebenfalls übertrieben sind.

Denn während in den USA die Zinsen schon seit einiger Zeit wieder moderat steigen, müssen wir in Europa noch länger auf eine Zinswende warten. Vieles spricht dafür, dass die Zinsen in Europa in diesem Jahr nicht angehoben werden und stattdessen weiter bei 0% verharren und auch in den Folgejahren nur langsam steigen. Das spielt Immobilienwerten wie EuroShop in die Karten.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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