Deutsche Konsumgüterbranche trotzt Brexit-Sorgen

Rückenwind vom japanischen und amerikanischen Aktienmarkt sorgte heute an den deutschen Börsenplätzen für gute Laune.

Der deutsche Leitindex DAX konnte am 1. Handelstag der neuen Woche um über 2% zulegen und kletterte auf 9.833 Punkte.

Damit hat der DAX den halben „Brexit-Rücksetzer“ schon wieder aufgeholt. Zuletzt war der Brexit ein Dauerthema hier im „Schlussgong“.

Ich habe Ihnen in den vergangenen Wochen über einige Brexit-Profiteure berichtet und Ihnen beschrieben, welche Branchen von den Brexit-Sorgen gänzlich oder zumindest weitgehend unberührt bleiben.

Eine dieser Branchen ist die deutsche Immobilien-Branche, die sogar vom Brexit profitieren wird, wenn z. B. Finanz-Konzerne Arbeitsplätze von London nach Frankfurt verlegen.

Brexit-Auswirkungen auf die deutsche Konsumgüter-Branche

Die Konsumgüter-Branche hierzulande wird zwar nicht vom Brexit profitieren, kann den Brexit-Sorgen aber zumindest trotzen. Seit April dieses Jahres steigt das Konsum-Klima in Deutschland wieder, nachdem es zuvor auf einem hohen Niveau stagnierte.

Für den laufenden Monat Juli erwarten die Experten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) einen Indexstand von 10,1 Punkten nach 9,8 Punkten im Juni.

Zudem liegt die Einkommens-Erwartung mit 59,6 Punkten auf dem höchsten Stand seit der Wiedervereinigung! Dementsprechend gut entwickelten sich zuletzt die Aktien von Konsumgüter-Herstellern.

Dazu zählt auch die Aktie von Cewe, einem mittelständischen Foto- und Online-Druckservice-Experten aus dem niedersächsischen Oldenburg.

Die Cewe-Aktie erreicht inklusive Dividende seit Jahresbeginn ein Plus von rund 25%. Der DAX kommt im selben Zeitraum auf ein Ergebnis von -9%.

Ein Grund für die positive Entwicklung des Aktienkurses von Cewe waren unter anderem die hervorragenden Quartalszahlen, die das Unternehmen vor einigen Wochen präsentierte.

Cewe mit dem besten 1. Quartal in der Unternehmens-Geschichte

Cewe hat im bisher traditionell verlustbringenden 1. Quartal erstmals in der Unternehmens-Geschichte ein positives Ergebnis erwirtschaftet: Bei einem um 11,6% auf 119,2 Mio. € gestiegenen Umsatz verbesserte sich der operative Gewinn (EBIT) von -3,5 auf +0,9 Mio. €.

Der Netto-Gewinn belief sich im 1. Quartal auf 0,6 Mio. € (nach -3,6 Mio. € im Vorjahres-Zeitraum). Die Geschäftsfelder Fotofinishing (+13,2%) und Kommerzieller Online-Druck (+14,3%) legten dabei im Umsatz deutlich zu.

Vor dem Hintergrund des sehr starken 1. Quartals und der Erwartung einer erneut stärkeren Saisonspitze im 4. Quartal bekräftigt Cewe die Jahresziele: 2016 soll der Umsatz aller Geschäftsfelder von 554,2 Mio. € im Vorjahr auf 555 bis 575 Mio. € steigen.

Dabei soll sich der Umsatz im Fotofinishing in etwa stabil bis leicht steigend entwickeln, das Geschäftsfeld Einzelhandel eine in etwa konstante Umsatz-Linie zeigen und der kommerzielle Online-Druck weiter im Umsatz zulegen:

Nach 77,8 Mio. € im Jahr 2015 (+10,4%) hält das Management etwa rund 86 Mio. € Umsatz im Kommerziellen Online-Druck 2016 für erzielbar. Parallel bestätigt Cewe das Ziel, im Kommerziellen Online-Druck 2016 einen positiven Ergebnis-Beitrag zu erwirtschaften.

Der operative Gewinn (EBIT) soll im Korridor von 38 bis 44 Mio. € liegen und der Netto-Gewinn zwischen 25 und 29 Mio. €. Gleichzeitig bekräftigt das Management die Zielsetzung, auch in den nächsten Jahren die Dividende erhöhen zu wollen.

Fazit

Wenn Sie auf der Suche nach einem Unternehmen sind, das zwar nicht rasant, dafür aber stetig wächst und Ihnen stetig steigende Dividenden-Ausschüttungen bringt, werden Sie bei Cewe fündig.

11. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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