Deutsche Maschinenbaubranche im Aufschwung

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau profitiert derzeit von einer guten Investitionskonjunktur. Doch wie geht es im neuen Jahr weiter? (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Zunächst einmal hoffe ich, dass Sie gut ins neue Jahr gekommen sind und wünsche Ihnen Gesundheit, Glück und Erfolg für 2018!

Kommen wir nun zum Börsengeschehen und zu den Trends 2018: Aus einer aktuellen Branchen-Studie der Hessischen Landesbank (Helaba) geht hervor, dass die zuletzt in Fahrt gekommene weltweite Investitionskonjunktur den deutschen Maschinenbauern derzeit einen kräftigen Aufschwung beschert.

Während der deutsche Maschinenbau in den Jahren nach 2012 lange Zeit keine Dynamik gezeigt hat, habe sich dies im Jahr 2017 grundlegend geändert, so Stefan Mütze, Autor der Studie. Gemäß der Studie zeichnete sich für das vergangene Jahr ein Produktionsanstieg um 3,3% ab.

Digitalisierung als Wachstumstreiber

Für das jetzt gestartete Jahr 2018 erwartet die Helaba sogar ein Produktionsplus von 3,5%. Das bedeutet, dass die deutschen Maschinenbauer im Vergleich zum bereits guten Jahr 2017 nochmals eine Schippe drauflegen sollten.

Negative Auswirkungen durch die nach wie vor nicht vorhandene neue Bundesregierung sehen die Autoren der Studie nicht. Dieser Einschätzung kann ich mich nur anschließen. Auch wenn es noch eine Weile dauern sollte, bis wir eine neue Regierung haben, so sehe ich die Politik hierzulande auch jetzt noch handlungsfähig und auch die politische Stabilität im Lande als nicht gefährdet an. Die fehlende Regierungspolitik kann sogar ein Pluspunkt sein, wenn dadurch neue politische Stolpersteine für die heimische Wirtschaft verhindert werden.

Für 2019 erwartet die Helaba übrigens eine Fortsetzung des Branchenaufschwungs im deutschen Maschinenbau. Für positive Impulse sorgen gemäß der Studie der technologische Nachholbedarf und die Digitalisierung der Produktionsprozesse.

Sehr erfreulich ist auch die zuletzt überdurchschnittlich hohe Auslastung der Maschinenbaubetriebe. Diese lag bei 87,9% (nach 84,6% im Vorjahr). Ein Wert von 86% gilt als gute Auslastung.

US-Steuerreform hilft deutschen Maschinenbauern

Daran, dass die deutschen Maschinenbauer auch in diesem und im kommenden Jahr gute Geschäfte machen werden, wird aller Voraussicht nach auch der US-Präsident Donald Trump seinen Anteil haben (auch wenn das sicherlich nicht das Ziel von Trump war).

Denn die US-Steuerreform, die zu einer deutlichen Absenkung der Körperschaftsteuer führt und damit die Investitionstätigkeit der Unternehmen ankurbeln soll, wird die Chancen deutscher Maschinenbauer in den USA weiter verbessern.

Von den protektionistischen Äußerungen Trumps im Wahlkampf ist bis dato weder bei der Gesetzgebung in den USA noch bei den Zahlen der deutschen Exportunternehmen etwas zu sehen. Das bedeutet für uns: Es gibt gute Gründe dafür, an der Börse auf deutsche Maschinenbauer zu setzen.

Meine Favoriten aus den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau finden Sie in meinen Börsendiensten. Über bekanntere deutsche Branchenvertreter wie Krones und GEA (beide im MDax gelistet) und erfolgreiche Nischenplayer wie Hermle und MAX Automation habe ich an dieser Stelle schon einige Male berichtet.

Diese und weitere chancenreiche Vertreter aus der Maschinenbau-Branche können Sie kennenlernen, wenn Sie meine Börsendienste (insbesondere den „Depot-Optimierer“ und das „Power-Depot“) genauer studieren.

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Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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