Kuka Aktie: Deutsche Maschinenbauer auf Rekordkurs

Neben dem Automobilbau ist der Maschinenbau eine der deutschen Vorzeigebranchen. Das vergangene Jahr allerdings war nicht einfach. Die Ukraine-Krise belastete nicht nur den Export, sie bremste auch die Investitionstätigkeit im Inland. Der Auftragsschub zum Jahresende zeigt jedoch, dass die deutschen Maschinenbauer weiter auf Kurs sind.

Auftragseingang steigt im Dezember um 13%

In dieser Woche legte der Branchenverband VDMA die Zahlen für Dezember vor. Und die fielen überaus erfreulich aus. Nach dem schwachen November stieg der Auftragseingang im Dezember gegenüber dem Vorjahr um 13%.

Dafür maßgeblich verantwortlich war das starke Auslandsgeschäft, das um 15% zulegte. Im Inland zog der Auftragseingang immerhin um 8% an.

Wenngleich das Jahr 2014 aufgrund des angesprochenen Gegenwinds hinter den Erwartungen zurückblieb, steht im Gesamtjahr 2014 unter dem Strich ein Auftragsplus von 2%.

Die reale Produktion legte leicht um 1% auf 199 Mrd. Euro zu. Und 2015 soll es weiter bergauf gehen. Der VDMA rechnet mit einem Produktionszuwachs von 2%. Läuft alles nach Plan, wird die Branche mit mehr als 1 Mio. Beschäftigten in diesem Jahr erstmals die Marke von 200 Mrd. Euro überschreiten.

Schwacher Euro begünstigt die Konjunkturentwicklung

Wie Sie wissen, ist der Maschinenbau eine Branche, die stark von der Konjunkturentwicklung abhängt. Doch von dieser Seite stehen die Vorzeichen gut.

So wird der schwache Euro das Auslandsgeschäft dieser traditionell exportstarken Branche antreiben. Insgesamt deutet einiges darauf hin, dass dank des schwachen Euro und des niedrigen Ölpreises die Konjunktur bald Fahrt aufnehmen wird.

Davon wird insbesondere der Maschinenbau profitieren. Maschinenbau-Aktien sind angesichts der starken Konjunkturabhängigkeit zwar nicht unbedingt die richtigen Werte für eine Daueranlage. In der aktuellen Situation bleiben sie jedoch aussichtsreich.

Gea-Aktie hat den Ausbruch geschafft

Charttechnisch attraktiv ist beispielsweise die Aktie des Spezialmaschinenbauers Gea Group. Der MDAX-Titel hat in dieser Woche bei knapp 42 Euro sogar ein neues Allzeithoch markiert. Mit dem Ausbruch über das November-Hoch bei knapp 39 Euro ist der Weg für weitere Kurssteigerungen frei.

Wenngleich die Aktie mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von über 20 kein Schnäppchen ist, sehe ich gute Chancen für weitere Kurssteigerungen. Zudem ist eine weitere Dividendenerhöhung zu erwarten. Nach 60 Cents im Vorjahr ist eine Ausschüttung von 70 Cents je Aktie realistisch. Die Dividendenrendite liegt damit bei 1,7%.

Kuka-Aktie vor dem nächsten Trendschub

Auf dem Schirm haben sollten Sie als Anleger auch den Dauerbrenner Kuka, im vergangenen Jahr mit einem Kursgewinn von über 70% der beste MDAX-Wert.

Die Aktie des Roboterherstellers kletterte in dieser Woche bei 64 Euro zeitweise auf ein neues Allzeithoch, konnte ihr altes Hoch vom November bei gut 63 Euro zunächst aber noch nicht hinter sich lassen.

Gelingt dies, steht nach der Konsolidierung der vergangenen Wochen der nächste Trendschub an. Auf Jahressicht traue ich der Kuka-Aktie dann einen weiteren Anstieg in Richtung 75 Euro zu.

5. Februar 2015

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Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.

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