Deutsche Milliardäre investieren in Biotechnologie

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Die Biotech-Branche ist unter Deutschlands Milliardären und Millionären beliebt. So investieren die Reichen ihr Geld. (Foto: photobyphm / Shutterstock.com)

Wo investieren die reichsten Menschen Deutschlands eigentlich ihr Geld?

Eine Frage die auch für Sie als Kleinanleger interessant ist. Wenn Ihnen auch einige dieser Investments nicht zugänglich sind, sowie der überwiegende Teil der in dieser Ausgabe vorgestellten Biotech-Investments.

Manchmal investieren sie aber auch in „normale“ Aktien – ein Beispiel davon aus der Biotech-Branche finden Sie weiter unten.

Dietmar Hopp: Für 800 Mio. € Investments in Biotech-Branche

Der bekannteste deutsche Biotech-Investor ist wohl SAP-Gründer Dietmar Hopp. Über seine Investmentfirma Dievini hat Hopp mittlerweile rund 800 Mio. € in die Biotech-Branche gesteckt.

Dabei setzt er nicht auf börsennotierte Unternehmen, sondern auf Firmen in einem frühen Stadium.

Beispielsweise hat Hopp knapp 150 Mio. Euro in Curevac investiert.

Für das kleine Unternehmen mit Fokus auf die Entwicklung von Medikamenten zur Behandlung von Prostata- und Lungenkrebs war dies wie ein Lottogewinn und ermöglichte den Start der therapeutischen Entwicklung.

Denn von der Idee bis zu einer möglichen Zulassung kostet die Entwicklung eines Medikaments in der Regel einen hohen zweistelligen bis dreistelligen Millionenbetrag – für ein kleines Unternehmen ohne finanzstarken Partner ein Ding der Unmöglichkeit.

Daher gehen der Branche viele aussichtsreiche Ansätze verloren. Zumindest ein paar davon werden durch Investoren wie Dietmar Hopp gerettet.

Strüngmann-Brüder investieren 700 Mio. €

Als Thomas und Andreas Strüngmann 2005 ihre Anteile an dem von ihnen gegründeten Generika-Hersteller Hexal für 5,6 Mrd. € an Novartis verkauften, entschlossen sie sich ebenfalls, mit einem Teil des Geldes den Biotech-Standort Deutschland zu stärken.

Seitdem haben sie rund 700 Mio. € in 12 deutsche Biotech-Unternehmen investiert.

Ihre Anlage in die Medigene-Aktie war zwar nicht von Erfolg gekrönt, bei den nicht-börsennotierten Unternehmen sind die Brüder aber weiterhin zuversichtlich. Zu ihren Kerninvestments zählt die Mainzer Ganymed.

Das als Spin-off der Universitäten Mainz und Zürich 2001 gegründete Unternehmen hat sich auf die Suche nach Antikörpern gegen Krebs spezialisiert.

Ein Präparat gegen Magen-, Speiseröhren-, Bauchspeicheldrüsen- und Lungenkrebs hat bereits die erste Phase der klinischen Studien (von drei bis zur Zulassung) erfolgreich abgeschlossen.

Carsten Maschmeyer kauft bei Biofrontera AG weiter zu

Einen anderen Weg beschreitet AWD-Gründer Carsten Maschmeyer. Er hat sich vor rund einem Jahr an der börsennotierten Biofrontera AG beteiligt – eine der ganz wenigen deutschen Biotechs, die bereits ein Medikament auf den Markt gebracht haben.

Es handelt sich dabei um Ameluz, eine Creme gegen aktinische Keratose (eine chronische Schädigung der Haut durch UV-Licht, Vorstufe zum Hautkrebs).

Diese hat in den Studien eine erheblich bessere Wirkung als Konkurrenzprodukte gezeigt.

Wie gestern bekannt wurde hat Maschmeyer seinen Anteil in den letzten Wochen von 12,5 auf 15,1% ausgebaut. Zudem kündigte er an, weitere Aktien über die Börse kaufen zu wollen, da er weiterhin von Biofrontera überzeugt ist.

Und die Wachstumsaussichten von Biofrontera stimmen: Nachdem der Vertrieb von Ameluz fast überall in Europa erfolgreich gestartet ist, will das Unternehmen für das Medikament auch in den USA die Zulassung beantragen.

Dies verursacht zwar einige Kosten, die sich aber lohnen dürften: Denn im größten Pharma- und Biotech-Markt der Welt lassen sich die höchsten Preise durchsetzen.

Während Sie bei den anderen vorgestellten Biotech-Investments auf den jeweiligen Börsengang warten müssen, steht Ihnen eine Anlage in Biofrontera heute schon offen. Ein genauer Blick ist die Aktie auf jeden Fall wert.

Dank der bereits erfolgten Zulassung für Europa ist das Risiko überschaubar, bei weit überdurchschnittlichen Gewinnchancen.

Mehr zum Thema: Investieren in Europa

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Sascha Mohaupt
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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