Deutsche Post setzt künftig noch stärker auf Elektrofahrzeuge

Die Deutsche Post überzeugt mit guten Quartalszahlen und setzt zukünftig noch stärker auf das Thema Elektromobilität. Hier erfahren Sie mehr: (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Der deutsche Leitindex DAX ist zu Beginn der neuen Handelswoche stramm Richtung 12.900 Punkte marschiert und notiert nur noch gut 100 Punkte unter der runden 13.000-Punkte-Marke.

Zu den Tagesgewinnern im DAX gehörte auch die Aktie der Deutschen Post.

Vor 2 Monaten hatte ich Ihnen an dieser Stelle erstmals von den Aktivitäten der Deutschen Post in Sachen Elektromobilität berichtet.

Da das Unternehmen zukünftig noch stärker auf das Thema Elektromobilität setzen will, folgt hier eine aktuelle Bestandsaufnahme.

Bevor ich gleich im Detail auf dieses Thema eingehe, möchte ich Ihnen noch kurz einen Überblick über die Zahlen der Deutschen Post für das 1. Quartal 2017 geben.

Denn diese lagen noch nicht vor, als ich zuletzt über den DAX-Konzern berichtet habe.

Die aktuellen Quartalszahlen im Überblick

Der Logistik-Riese Deutsche Post steigerte den Umsatz im 1. Quartal dieses Jahres von 13,9 auf 14,9 Mrd. €. Der operative Gewinn (EBIT) legte von 873 auf 885 Mio. € zu.

Im Rahmen der Zahlenvorlage äußerte sich das Management der Deutschen Post auch zur Prognose für das laufende Jahr und zu den mittelfristigen Erwartungen.

Für die Weltwirtschaft im Allgemeinen erwartet der Konzern für das Gesamtjahr ein moderates Wachstum.

Mit Blick auf das eigene Geschäft bestätigt die Post „nach einem guten 1. Quartal“ die Prognose für 2017.

Demnach soll der operative Gewinn (EBIT) auf etwa 3,75 Mrd. € steigen (nach 3,49 Mrd. € in 2016).

Zudem bestätigte der Konzern das Ziel, das operative Ergebnis von 2013 – 2020 um durchschnittlich über 8% pro Jahr zu verbessern.

„Bei der Umsetzung der 2014 eingeführten Strategie 2020 zieht die Deutsche Post DHL Group zur Halbzeit eine positive Zwischenbilanz“, informiert das Unternehmen.

So sieht die Post inzwischen alle 4 Geschäftsbereiche gut aufgestellt, um „Wachstums-Chancen insbesondere im Bereich E-Commerce zu erschließen“.

„Die strategischen Maßnahmen zahlen sich bereits erkennbar aus. Gleichzeitig arbeiten wir weiter hart daran, unsere globale Marktführerschaft auszubauen“, kommentiert Vorstands-Chef Frank Appel.

Einen Teil dazu beitragen wird auch das Geschäft mit Elektrofahrzeugen, auf das ich jetzt eingehen möchte.

Deutsche Post kooperiert mit Ford

Der Elektro-Lieferwagen der Deutschen Post hat bereits für viel Aufsehen gesorgt.

Ermutigt von dem Erfolg des „Streetscooter“ will der Konzern zusammen mit den Kölner Ford-Werken nun einen deutlich größeren Elektro-Transporter auf den Markt bringen.

Schon im kommenden Monat beginnen die Streetscooter GmbH, ein Tochterunternehmen der Deutschen Post, und die Ford-Werke mit der Produktion eines neuen E-Transporters.

Der neue Lieferwagen fährt ebenso wie das kleinere Modell, das die Deutsche Post schon seit längerer Zeit baut und einsetzt, rein elektrisch.

Im Gegensatz zum kleineren Modell soll der neue, größere Transporter auf dem Fahrgestell eines Ford Transit unterwegs sein und einen großzügig dimensionierten Aufbau tragen.

Bis Ende 2018 werden laut Deutsche Post DHL mindestens 2.500 Einheiten des neuen E-Transporters für den innerstädtischen Lieferverkehr zum Einsatz kommen.

Zurzeit sind bereits mehr als 2.500 kleinere Streetscooter-Lieferwagen bundesweit unterwegs. Jährlich sollen bis zu 20.000 Exemplare produziert werden.

Geschäft mit E-Autos trotz eventueller Diesel-Verbote  vielversprechend

Drohende Fahrverbote für Diesel-Autos in mehreren Städten sorgen bei Diesel-Fahrern für Unruhe und betreffen nicht nur „normale“ PKW, sondern auch eine Vielzahl von klassischen Lieferwagen.

In diese Lücke stößt die Post mit ihrem neuen Angebot.

Dieses Geschäft wird den Umsatz und Gewinn der Deutschen Post zwar nicht in eine neue Dimension befördern.

Dennoch kann sich das Geschäft mit den Elektro-Transportern zu einem lukrativen Zusatz-Geschäft für die Deutsche Post entwickeln.

Und damit könnte es die Aktie des Bonner Logistik-Spezialisten für Sie als Aktionär noch interessanter machen, als sie ohnehin schon ist.

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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