Deutsche Post: Stärkere Zahlen und höhere Prognose

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Die Deutsche Post übertrifft die Erwartungen für das 1. Quartal und hebt die Ergebnisprognose für das laufende Jahr an. (Foto: lightlens / Shutterstock.com)

Anfang März habe ich Ihnen hier im Schlussgong von dem Aktienrückkaufprogramm der Deutschen Post und von der Dividende berichtet, die in diesem Jahr angehoben werden soll.

Hier noch einmal zur Erinnerung: Vor dem Hintergrund der zuletzt positiven Geschäftsentwicklung und in Würdigung der Finanzpolitik des Konzerns hat das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu 1 Mrd. Euro sowie den Verwendungszweck der rückerworbenen Aktien beschlossen.

Das Aktienrückkaufprogramm begann im vergangenen Monat und ist auf eine maximale Laufzeit von einem Jahr begrenzt. Die Durchführung des Aktienrückkaufs erfolgt unter den von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigungen, teilt das Unternehmen mit.

Darüber hinaus haben sich Vorstand und Aufsichtsrat der Deutschen Post darauf verständigt, der am 6. Mai geplanten Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 1,35 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2020 vorzuschlagen.

Das ist nicht nur eine Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr, sondern bedeutet auf Basis des aktuellen Kurses auch eine üppige Dividendenrendite von rund 2,8%. Vor wenigen Tagen hat die Deutsche Post dann noch mehr gute Nachrichten nachgelegt: Das Unternehmen teilte zum einen mit, dass man die Erwartungen des 1. Quartals deutlich übertroffen hat und zum anderen, dass man die Ergebnisprognose für das laufende Jahr nach oben schraubt.

Starkes 1. Quartal und angehobene Ergebnisprognose

Die positive Geschäftsentwicklung des 4. Quartals 2020 konnte die Deutsche Post im 1. Quartal des laufenden Jahres unvermindert fortsetzen. In den ersten 3 Monaten blieben die B2C-Sendungsmengen in den Netzwerken auf hohem Niveau, während sich gleichzeitig die Erholung des B2B-Geschäftes fortsetzte.

Folgende Ergebnisse zeichnen sich für das 1. Quartal 2021 ab: Das vorläufige operative Ergebnis (Konzern-EBIT) erreichte rund 1,9 Mrd. Euro. Der Vorjahreswert von 592 Mio. Euro wurde damit deutlich übertroffen.

Im Vorjahresquartal waren allerdings negative Einmaleffekte im Zusammenhang mit dem StreetScooter in Höhe von 234 Mio. Euro enthalten. Vor dem Hintergrund der starken Ergebnisdynamik wurde die Ergebnisprognose für das laufende Jahr wie folgt angepasst:

Das Konzern-EBIT wird nunmehr bei „deutlich über“ 5,6 Mrd. Euro (zuvor mehr als 5,6 Mrd. Euro) erwartet. Der Free Cashflow (freier Mittelzufluss) für das Gesamtjahr wird nunmehr „deutlich über“ 2,3 Mrd. Euro (bisher rund 2,3 Mrd. Euro) prognostiziert.

Starke Kursentwicklung in den vergangenen 12 Monaten

Schauen wir uns nun noch den Chart der vergangenen 12 Monate an, der eine sehr starke Kursentwicklung zeigt:

Quelle: www.aktienscreener.com/rolf-morrien

Meine Einschätzung: Auf dem aktuellen Kursniveau drängt sich bei der Aktie der Deutschen Post aus meiner Sicht trotz der guten Perspektiven kein Einstieg mehr auf. Rücksetzer luden hier in der Vergangenheit regelmäßig zum Kauf ein.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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