Deutsche Privathaushalte bleiben dem Sparbuch treu und verschenken Geld

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Mehr als ein Viertel der Deutschen legen ihr Geld immer noch auf dem Sparbuch und Co. an. Dabei gibt es viel effektivere Anlageformen. (Foto: Syda Productions / Shutterstock.com)

Wir Deutsche werden immer reicher, legen unser Vermögen aber nicht optimal an. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung der DZ Bank. Nach diesen Berechnungen hat das Geldvermögen der privaten Haushalte im abgelaufenen Jahr 2019 um rund 441 Mrd. Euro auf den Rekordwert von 6,6 Bio. Euro zugenommen.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Vermögensaufbau dabei um rekordverdächtige 7,1%. Auch die Sparquote der Deutschen, also der Anteil der privaten Einnahmen, der nicht für den täglichen Konsum ausgegeben wird, bleibt mit 11% auf einem Rekordniveau.

Lag die Sparquote 2013 noch bei 9%, so stieg sie seitdem stetig an. Allerdings wird das Gesparte nicht optimal angelegt.

Sichteinlagen immer noch sehr beliebt

Trotz extrem niedriger und teilweise sogar negativer Zinsen bleiben kurzfristige Sichteinlagen, wie etwa Giro- und Tagesgeldkonten oder auch das altbewährte Sparbuch, des Deutschen liebstes Kind. Laut Berechnungen der DZ Bank werden rund 1,8 Bio. Euro, also ein gutes Viertel des privaten Geldvermögens, in Form von Sichteinlagen zwischengeparkt.

Dabei ist die Anlage in Sichteinlagen völlig unrentabel geworden. Bei Zinsen auf Tagesgeldkonten oder Sparbüchern, die aktuell deutlich unterhalb von 0,5% liegen, führt diese Form der Geldanlage inflationsbereinigt sogar zu Verlusten. Bei Girokonten werden erst gar keine Zinsen ausgezahlt.

Eine aktuelle Umfrage des Fondsanbieters Union Investment ergab sogar, dass 74% der Befragten an ihrem Sparbuch festhalten, obwohl sie wissen, dass es so gut wie keine Erträge abwirft. Und 56% aller Sparer wissen, dass es Anlagemöglichkeiten gibt, die im Zinstief höhere Renditen versprechen.

Investitionen in Aktien unbeliebt…

Unter deutschen Privathaushalten ist die Geldanlage in Aktien und Fonds nach wie vor unbeliebt. Laut Deutschem Aktieninstitut besaßen in 2018 nur jeder fünfte Mann (20,7%) und nur jede achte Frau (11,8%) in Deutschland Aktien oder Aktienfonds.

Diese Werte sind zwar in den vergangenen Jahren ein wenig angestiegen, liegen aber weit unterhalb des internationalen Durchschnitts. In den USA, wo die Altersfürsorge über Aktien vom Staat gefördert wird, liegt die Aktionärsquote z.B. bei über 50%.

…aber sehr rentabel

Im Gegensatz zu den Niedrig- oder gar Negativzinsen auf Sichteinlagen hat sich gerade im vergangenen Jahr die Anlage in Aktien auch für Privatanleger sehr gelohnt. Wer sein Gespartes in DAX-Werte oder einen DAX-Indexfonds angelegt hat, erzielte in 2019 eine hervorragende Rendite von 27,2%.

Auch wenn das vergangene Jahr ein sehr erfolgreiches Börsenjahr war, bietet ein Investment in Aktien langfristig eine gute Rendite. Wer z.B. Ende 2008 DAX-Werte kaufte und diese bis Ende 2018 hielt, erzielte in diesem 10-Jahres-Zeitraum eine durchschnittliche jährliche Rendite von 8,2%.

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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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