Deutscher Maschinen- und Anlagenbau auf Wachstumskurs

Gemäß einer aktuellen Prognose des Branchenverbandes VDMA sollen die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer 2018 noch stärker wachsen als erwartet. (Foto: Shaiith / shutterstock.com)

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau gehört zu den größten und wichtigsten Schlüsselbranchen dieses Landes. Daher berichte ich immer wieder an dieser Stelle über diese Branche. So auch gestern, als ich Ihnen anlässlich der Hannover-Messe erläutert habe, was unter dem Begriff Industrie 4.0 zu verstehen ist und warum es sich dabei um die 4. Industrielle Revolution handelt.

Der Bereich Industrie 4.0 ist ein Teilbereich des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus. Heute möchte ich mich der gesamten Branche widmen, denn es gibt aktuelle Branchenzahlen, die verdeutlichen, dass die guten Jahre dieser deutschen Vorzeigebranche noch lange nicht vorbei sind.

Neue Prognose: 5% Wachstum statt 3%

Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer rechnen damit, dass das laufende Jahr 2018 trotz der Risiken für die globale Wirtschaft mit einem stärkeren Wachstum als bisher erwartet enden wird.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) hob seine Prognose ganz frisch von real plus 3 auf nun plus 5% an. VDMA-Präsident Carl Martin Welcker begründete dies am gestrigen Montag zum Auftakt der Hannover-Messe mit dynamischen Auftragseingängen, „die jetzt nach und nach zu Umsatz werden“ sowie mit guten Perspektiven für die Nachfrage. Im vergangenen Jahr erzielte die Branche, die stark von florierenden Exporten profitierte und weiterhin profitieren wird, ein Plus von 3,9%.

Auch der Start ins Jahr 2018 fiel sehr stark aus. Bereits Anfang März hatte ich Ihnen vom hohen Auftragseingang und der hohen Kapazitätsauslastung (zu dem Zeitpunkt höchster Stand seit März 2012) der Branche berichtet.

Die Lage im Maschinenbau gilt als guter Gradmesser für die Investitionsneigung in der Gesamtwirtschaft. Für weiteres Wachstum in der Branche wird auch die starke Nachfrage nach Anlagen „made in Germany“ sorgen.

Denn die US-Steuerreform, die der streitbare Präsident Trump auf den Weg brachte, wird nach ersten Beobachtungen dazu führen, dass die US-Industrie im großen Stil in neue, modernere Fabriken investieren wird. Und davon profitieren insbesondere die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer, die erfolgreich im Bereich Industrie 4.0 unterwegs sind.

Fazit: Branchen-Perspektiven bleiben gut

Als ich Ihnen Anfang März zuletzt über die jüngsten Zahlen des Branchenverbands VDMA berichtet hatte, lautete mein Fazit wie folgt:

„Unter dem Strich bin ich optimistisch im Hinblick auf einen Fortgang der positiven Entwicklung der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer und habe deswegen auch gleich mehrere Unternehmen aus dieser Branche in den Depots meiner Börsendienste.“

Das kann ich heute an dieser Stelle nur unterstreichen. Denn die Aussichten haben sich im Vergleich zu Anfang März sogar noch einmal verbessert. Deutsche Aktien aus dem Bereich Maschinen- und Anlagenbau bleiben – speziell wenn sie in der Industrie 4.0 gut positioniert sind – an der Börse aussichtsreich. Das gilt zum Beispiel für Unternehmen wie MAX Automation, Homag oder auch Viscom.


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter von Rolf Morrien. Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz