Deutscher Mittelstand in nur einer Aktie

Der deutsche Mittelstand ist weltweit für seine Innovationskraft bekannt. Viele kleinere Unternehmen handeln unterhalb des Radars der Märkte und sind in privater Hand. Die zunehmende Nachfolger-Problematik vieler Gesellschaften ist für Aktionäre eine Chance:

Immer mehr kleine und feine Unternehmen finden keinen Nachfolger und stehen zum Verkauf. Konglomerate wie INDUS Holding greifen in diesem Fall zu. INDUS Holding hat sich auf die mehrheitliche Übernahme von mittelständischen Nischenanbietern spezialisiert.

Die Aktivitäten der 40 Tochtergesellschaften reichen von der Kunststoffverarbeitung und der Energietechnik über die Klima- und Wärmetechnik bis zu Servicegeräten für die Mineralölindustrie. Der Konzern unterstützt die Töchter in zentralen Fragen wie Finanzierung, Controlling, Recht und Steuern.

INDUS muss umdenken

INDUS hat ein hartes Geschäftsjahr hinter sich, blieb mit dem Strategieprogramm 2020 aber auf Wachstumskurs. Der Umsatz stieg um 5,1% auf 1,3 Mrd €. Der Gewinn blieb dabei auf dem Vorjahresniveau. Allerdings hat INDUS seine Portfoliostruktur grundlegend überarbeitet und ist jetzt bereit für weiteres und vor allem profitableres Wachstum.

Die Ergebnisse einiger Tochtergesellschaften waren seit Längerem defizitär. Daran konnten auch die nachhaltigen Bemühungen zu einem Turnaround nichts ändern. Wenn INDUS als Beteiligungsgesellschaft weiterhin Erfolg haben möchte, müssen perspektivische Schritte eingeleitet werden.

Expansion in Schwellenländer geplant

Mit den ersten Maßnahmen hat INDUS bereits begonnen und einen Teil seiner defizitären Tochtergesellschaften verkauft oder in wesentlichen Zügen umstrukturiert. Gleichzeitig setzt INDUS aber auch auf externes Wachstum. Zuletzt konnten 2 wichtige Akquisitionen abgeschlossen werden.

Mit den Übernahmen konnten die Segmente Maschinen- und Anlagenbau sowie Medizin- und Gesundheitstechnik deutlich aufgewertet werden. Hinzu kamen 3 kleinere Übernahmen, die das bestehende Beteiligungsportfolio in Nischenbereichen sinnvoll ergänzen sollen.

Für weiteres Wachstum setzt INDUS auf Expansionen in die Schwellenländer. Im Fokus der Wachstumsstrategie steht neben Akquisitionen in Europa, die klare Internationalisierung des Konzerns. Bislang wird immer noch über die Hälfte des Umsatzes in Deutschland erwirtschaftet.

Ein weiteres gutes Fünftel im EU-Ausland. Das soll sich langfristig ändern. Wir erwarten eine überdurchschnittliche Kursentwicklung. Der Grund liegt vor allem im hervorragenden Unternehmensportfolio mit aussichtsreichen Wachstumschancen.

Ein Investment – mehrere Chancen

Mit INDUS bekommen Anleger die Chance, vom deutschen Mittelstand zu profitieren. Nebenbei gibt es mit 2,5 % auch noch eine ganz interessante Dividende. Auch der Vorteil der Diversifikation besteht bei Indus, da Anleger mit einem Investment gleich mehrere Eisen im Feuer haben.

Dennoch gilt es auch bei INDUS, Beteiligungen profitabel zu halten. Nur profitable Unternehmen können zum Erfolg beitragen. Hier muss Indus in den nächsten Quartalen zeigen, dass der eingeschlagene Weg auch weiterhin gegangen wird.

11. Juni 2015

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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