Deutscher Mittelstand mit Nachhol-Potenzial bei der Digitalisierung

Laut einer aktuellen Studie hat der deutsche Mittelstand in Sachen Digitalisierung teils erhebliches Nachhol-Potenzial.

V. a. in Sachen Industrie 4.0 (die vernetzte Produktion) und bei der Nutzung von großen Datenmengen, die als wesentliche Treiber für die zukünftige Wettbewerbs-Fähigkeit gelten, hinken viele deutsche Mittelständler hinterher.

Die Studie, aus der dies hervorgeht, hat das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zusammen mit dem Institut für angewandte Sozialwissenschaft (infas) im Auftrag der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) durchgeführt.

Im Rahmen der Studie wurden 2.100 Unternehmen telefonisch befragt.

Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe, fasste die Ergebnisse der Studie wie folgt zusammen: „Die mittelständische Wirtschaft schöpft das Potenzial der Digitalisierung bisher bei weitem noch nicht aus.“

Weitere Erkenntnisse der Studie

Gemäß der Studie befindet sich etwa 1/3 der Mittelständler hierzulande in einem „Grundstadium“ der Digitalisierung. Selbst Anwendungen wie ein eigener Internet-Auftritt seien bei ihnen unterdurchschnittlich verbreitet.

Zu den „Digital-Nachzüglern“ zählen insbesondere Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern.

Zwar haben laut der im Rahmen der Studie durchgeführten Befragungen 4 von 5 kleinen und mittelgroßen Firmen in den vergangenen 3 Jahren Projekte umgesetzt und in neue Technologien investiert.

Der Umfang der zukünftigen Vorhaben sei jedoch überschaubar. Laut KfW-Chefvolkswirt Zeuner sei die Digitalisierung im Mittelstand zwar in der Breite angekommen, jedoch bislang auf niedrigem Niveau.

Knapp die Hälfte der befragten Mittelständler gab an, weniger als 10.000 € pro Jahr für Digitalisierungs-Projekte, neue Technologien oder die Verbesserung der IT-Kompetenz der Belegschaft auszugeben.

Das gilt aber insbesondere für sehr kleine Mittelständler mit weniger als 10 Beschäftigten. Die Ausgaben des gesamten deutschen Mittelstandes bezifferte die KfW auf hochgerechnet etwa 10 Mrd. € pro Jahr.

Bis zum Jahr 2018 seien jährlich zusätzlich mindestens 3 Mrd. € notwendig, damit die Nachzügler aufholen können, sagte Zeuner.

Weiterhin sagte er, dass für die zukünftige Wettbewerbs-Fähigkeit des Mittelstands kein Weg an der Digitalisierung vorbeigehe. Dafür müsse nicht nur in Soft- und Hardware, sondern auch in Wissen investiert werden.

Wie Sie an der Börse von der Digitalisierung profitieren können

Abschließend möchte ich Ihnen noch verraten, wie Sie auch an der Börse von der weiter fortschreitenden Digitalisierung im deutschen Mittelstand profitieren können.

Ganz einfach: Setzen Sie auf Unternehmen, die von dieser Entwicklung profitieren. Dazu zählen z. B. Unternehmen wie die USU Software AG.

USU ist selbst Mittelständler und hilft Unternehmen u. a. dabei, große Daten-Mengen effizient und möglichst zielführend zu nutzen.

18. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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