Deutscher Mittelstand: Stimmung und Perspektiven weiterhin gut

Lesen Sie in diesem Beitrag, wie es aktuell um die deutschen Mittelständler bestellt ist und wie deren Zukunfts-Erwartungen aussehen: (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

In vielen kleinen und mittelgroßen Firmen in Deutschland ist die Stimmung derzeit außerordentlich gut.

Die Zahl der Optimisten im deutschen Mittelstand ist aktuell so hoch wie lange nicht.

Genauer gesagt, ist der industrielle Mittelstand hierzulande so optimistisch wie seit 10 Jahren nicht mehr.

Umfrage bestätigt gute Stimmung im deutschen Mittelstand

Dies geht aus einer aktuellen Mittelstands-Umfrage für den Industrie-Verband BDI und die Unternehmens-Beratung A. T. Kearney hervor.

59% der im Rahmen der Studie befragten Unternehmen schätzen ihre Wirtschaftslage als gut oder sehr gut ein.

Das ist der höchste Anteil der Optimisten seit der 1. Daten-Erhebung im Jahr 2005.

Die aktuellen Daten spiegeln zudem eine außergewöhnlich stabile Lage wider, heißt es:

Im Vorjahr, also 2016, hatten „nur“ 47% der befragten Betriebe ihre Lage als gut oder sehr gut bezeichnet.

Ebenfalls sehr positiv ist, dass sich nur jedes 1000. der befragten Unternehmen derzeit in einer schlechten Lage befindet.

Zuversicht auch für das kommende Jahr

Auch der Ausblick für das kommende Jahr ist von Zuversicht geprägt:

52% der befragten Mittelständler gehen von einer guten bis sehr guten Geschäftslage aus, nur 8% der Befragten rechnen mit einem schlechten Jahr.

Besonders optimistisch zeigen sich Firmen mit mehr als 250 Mitarbeitern:

2/3 dieser Betriebe gehen von einer guten Lage aus, 7% von einer sehr guten weiteren Entwicklung.

Bei den Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten beurteilen 51% die Perspektiven für 2018 gut oder sehr gut.

Wichtigster Treiber für die gute Geschäftslage und den zukunftsbezogenen Optimismus ist den Angaben zufolge die starke Binnen-Konjunktur (also die inländische Nachfrage):

44% der befragten Mittelständler gehen von steigenden Inlands-Umsätzen aus. Mit 27% erwarten etwas weniger Umfrage-Teilnehmer steigende Umsätze im Auslands-Geschäft.

Fachkräfte-Mangel und politische Unsicherheiten als Störfaktoren

Bei aller Euphorie und allem Optimismus gibt es jedoch auch Störfaktoren.

Dazu zählen vor allen Dingen der Fachkräfte-Mangel hierzulande und die nationalistischen Strömungen in Deutschland wie im Ausland.

Jeweils 35% der Befragten befürchten negative Auswirkungen durch die protektionistische Rhetorik der US-Regierung unter Donald Trump und durch den EU-Austritt Großbritanniens.

Nationalistische Strömungen in den EU-Staaten betrachten 42% der befragten mittelständischen Konzerne als Risiko für ihr Geschäft.

Der Fachkräfte-Mangel ist sogar das noch größere Problem: 52% der Befragten nennen fehlendes qualifiziertes Personal als größtes Risiko.

Darüber hinaus sind die Themen Cyber- und Datensicherheit zukünftig sehr wichtig: 1/3 der Befragten sieht diese beiden Aspekte als die mit Abstand größte Herausforderung.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Chancen im deutschen Mittelstand aktuell und in naher Zukunft klar die Risiken überwiegen.

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Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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