Invest Messe Stuttgart, von 05. bis 06. April 2019

Deutz-Aktie leidet unter starken Kursschwankungen

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Die Deutz-Aktie notiert kurz vor Veröffentlichung der Quartalszahlen bei knapp unter 6 Euro. Der Motorenhersteller hat seinen Sitz in Köln. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Der Deutz-Aktie droht ein Verkaufssignal

Nach einem starken Kursanstieg der Deutz-Aktie bis März 2013, geht es seit einem Monat für das Papier wieder bergab. Im März noch an der 8-Euro-Marke kratzend notiert die Aktie Ende April nur noch bei knapp unter 6 Euro. Sinkt der Kurs noch weiter und fällt unter die Marke von 5,95 Euro, dann ist ein weiterer Rutsch auf bis zu 5,30 Euro möglich, was ein Verkaufssignal auslösen könnte. Im Ernstfall kann der Kurs der Deutz-Aktie dann sogar noch auf bis zu 4 Euro nach unten sacken.

Ob dieses Verkaufssignal generiert wird bleibt abzuwarten – ebenso wie die Zahlen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2014 ausfallen werden. Diese veröffentlicht der Motorenhersteller am Montag, den 05. Mai. Nur zwei Tage später, am Mittwoch, den 07. Mai, hält das Kölner Unternehmen seine ordentliche Hauptversammlung ab, zu der alle Aktionäre geladen sind.

Das Unternehmen aus dem Rheinland stellt luft-, wasser- und ölgekühlte Dieselmotoren her und hat auch in der Vergangenheit schon Ottomotoren, Nutzfahrzeuge, Lokomotiven und Landmaschinen gebaut.

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Gemischte Expertenmeinungen zur Deutz-Aktie

Bei einigen Analysten gilt die Deutz-Aktie als ein spekulatives Investment, da der Kurs zwischenzeitlich stark schwank und die Marktkapitalisierung des Unternehmens mit 716,35 Mio. Euro relativ gering ist. Andere sehen in der Aktie noch reichlich Potenzial, und erwarten die operative Marge nach schwächeren Jahren schon 2016 wieder bei 5,8 %, da der Automobilmarkt in Europa wieder anzieht.

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Im vergangenen Quartal drückten höher als erwartet ausfallende Kosten für Motoren mit der Emissionsstufe 4 etwas auf das Ergebnis, was dazu geführt hat, dass Analysten ihre Erwartungen für den operativen Gewinn im laufenden Geschäftsjahr um 10 % gesenkt haben.

Wie sollen sich Anleger nun verhalten?

Der Konzernvorstand Helmut Leube wird in den nächsten Tagen mit Sicherheit Aufschluss über die aktuelle Lage des Konzerns geben können und wie der Rest des Jahres in Anbetracht der aktuellen Zahlen erwartet wird. Die Kursziele, die von Analysten herausgegeben werden, liegen zwischen pessimistischen 5,30 Euro und optimistischen  8,10 Euro.

Das durchschnittliche Kursziel für die Aktie beträgt 7 Euro, was die Aktie im Konkurrenzvergleich am besten abschneiden lässt. 4 Experten raten dazu, den Titel zu kaufen, 5 raten zum Halten und einer zum Verkauf. Das Jahreshoch der Aktie liegt bei 7,98 Euro und das Jahrestief bei 4 Euro.

Anleger sollten beide Termine in der ersten Maiwoche verfolgen und aufgrund der aktuellen Entwicklungen dann abwägen – je nachdem, wie die genauen Quartalszahlen und der Ausblick ausfallen, kann der Kurs nämlich sowohl nach unten ausbrechen, als auch doch wieder nach oben klettern.


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David Gerginov
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.