Deutz profitiert von anhaltender Kundennachfrage

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Deutz hat gestern ansprechende Zahlen für das erste Quartal veröffentlicht. Die Aktie kann ihren Aufwärtstrend fortsetzen. (Foto: murmakova/AdobeStock)

Während die einen noch damit beschäftigt sind, ihre Finanzberichte für das abgelaufene Geschäftsjahr 2018 zu veröffentlichen, sind die anderen schon dabei, Eckdaten für das erste Quartal 2019 bekannt zu geben.

Zur zweiten Gruppe zählt der Motorenbauer Deutz, der gestern die vorläufigen Quartalszahlen veröffentlichte. Und die fielen – wie erwartet – nicht schlecht aus. Zwar lagen die Auftragseingänge mit 514,5 Millionen Euro um 10,5 Prozent unter der durch Sondereffekte positiv beeinflussten Vorjahresbasis, doch erhöhten sich die Konzernumsätze gegenüber dem Vorjahresquartal um 9,2 Prozent auf 452,8 Millionen Euro.

Book-to-Bill-Ratio verheißt weiteres Wachstum

Die für ein Industrieunternehmen wie Deutz wichtige Book-to-Bill-Ratio, also das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz, liegt mit 1,14 weiterhin in einem Bereich, der ein anhaltendes Wachstum des Geschäftsvolumens erwarten lässt.

Noch stärker als das Geschäftsvolumen konnte das operative Ergebnis (EBIT) vor Sondereffekten gesteigert werden: Es verbesserte sich um 15,7 Prozent auf 25,1 Millionen Euro. Die EBIT-Rendite vor Sondereffekten erhöhte sich damit von 5,2 auf 5,5 Prozent. Ergebnistreiber waren vor allem das gestiegene Geschäftsvolumen, die damit einhergehenden Skaleneffekte sowie positive Effekte aus den eingeleiteten Effizienzmaßnahmen.

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Geschäftsmodell in Kurzform

Den meisten von Ihnen dürfte Deutz ein Begriff sein. Deutz ist ein führender Anbieter von luft-, wasser- und ölgekühlten Dieselmotoren sowie von Gas- und elektrifizierten Antrieben im Leistungsbereich von 19 bis 620 kW. Das 1864 in einer Ölmühle am Kölner Hauptbahnhof gegründete Unternehmen gilt als älteste Motorenfabrik der Welt. Mit einem Jahresumsatz von 1,6 Milliarden Euro und einem Absatz von rund 200.000 Motoren ist das Unternehmen heute in mehr als 130 Ländern vertreten.

Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr

Für das laufende Jahr rechnet der Vorstand damit, den Umsatz auf mehr als 1,8 Milliarden Euro zu steigern, was einem Wachstum von 12,4 Prozent entspricht. Für die EBIT-Marge vor Sondereffekten wird ein Wert von mindestens 5,0 Prozent erwartet. Zusätzliches Ertragspotenzial verspricht sich der Vorstand aus der Zahlung der finalen Kaufpreisrate für die Veräußerung des Standorts Köln-Deutz in einer Größenordnung von rund 50 Millionen Euro.

Dem Aktienkurs haben die Zahlen gutgetan. Inzwischen notiert der Kurs auf einem Zwölfjahreshöchststand. Auf Basis der 2019er Consensus-Schätzungen notiert die Aktie auf einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13,1. Was zwar für ein Industrieunternehmen wie Deutz nicht gerade billig ist, angesichts der bestehenden Wachstumsperspektiven aber durchaus noch Luft nach oben lässt.


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Von: Peter Thilo Hasler. Über den Autor

Peter Thilo Hasler ist seit über 25 Jahren als Finanzanalyst tätig, zunächst für einige große Investmentbanken, seit 2010 in seiner eigenen Research-Firma. Als Analyst berät er namhafte Fondsmanagern und Vermögensverwalter weltweit.

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