Diageo: Ein hochprozentiger BrExit-Gewinner

Viele Aktien in GB sind jetzt preiswert. Das trifft v. a. auf jene zu, denen der BrExit nicht schadet, sondern nutzt; so wie der Getränke-Konzern Diageo: (Foto: chrisdorney / shutterstock.com)

Viele Aktien in Großbritannien sind jetzt preiswert.

Das trifft insbesondere auf Aktien von Unternehmen zu, denen der BrExit nicht schadet, sondern – im Gegenteil – nutzt.

Mit Diageo habe ich für Sie so einen BrExit-Gewinner mit Sondervorteil ausgemacht. Denn nur 11% des Umsatzes entfallen auf Großbritannien.

Diageo genießt zollfreien Zugang zu den wichtigsten Märkten

Weil die anderen 89% auf den Rest der Welt verteilt sind, bedeutet die Aufteilung auch, dass sich jeder Cent im Pfund-Dollar-Wechselkurs in einem höheren Gewinn niederschlägt.

Im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern besitzt Diageo noch einen riesigen Vorteil: Der Konzern genießt zollfreien Zugang zu den wichtigsten Märkten in den USA und Europa.

Die Spirituosen-Branche profitiert vom Freihandels-Abkommen mit diesen Ländern. Geht es um Hochwertiges und Hochprozentiges, ist Diageo eine 1. Adresse.

Johnnie Walker kennt jeder

1997 aus einer Fusion von Grand Metropolitan und Guinness entstanden, verfügte Diageo zunächst noch über die beiden Sparten alkoholhaltige Getränke und Lebensmittel.

Inzwischen liegt der Schwerpunkt ausschließlich auf dem Getränke-Bereich.

Heute ist Diageo einer der weltweit führenden Anbieter von Spirituosen bekannter Marken wie:

  • Johnnie Walker,
  • Guinness,
  • Smirnoff,
  • Baileys,
  • Tanqueray Gin
  • oder Captain Morgan.

Der Konzern produziert und vermarktet eine große Bandbreite an alkoholischen Getränken.

Wertvolle Beteiligungen vervollständigen das Portfolio

Daneben hält Diageo Anteile an José Curvo SA, einem führenden Exporteur von Tequila mit Hauptsitz in Mexico, sowie an Moët Hennessy.

Das französische Unternehmen ist ein führender Hersteller und Exporteur von Champagner und Cognac.

Diageo verfolgt die Entwicklung und Produktion von Spirituosen-Marken, die den Großteil aller Umsätze des Konzerns ausmachen.

Kleinere Alkohol-Marken wie Bundaberg Rum, Bell’s Scotch Whisky und Yeni Raki sowie Biermarken wie etwa Harp Lager oder Malta Guiness non-alcoholic malt vervollständigen das Portfolio.

Diageo: Qualität statt Quantität

Auf dem Biermarkt gilt Diageo noch als Nischen-Anbieter.

Allerdings hat sich der Getränke-Konzern mit der irischen Traditions-Marke Guinness eine beachtliche Position am Markt erarbeitet:

So sieht sich Diageo dank Guinness als weltweite Nr. 1 bei den irischen Bieren, und in Deutschland sogar an der Spitze im Bereich Import-Zapfbiere.

Aber auch in Großbritannien und Irland konnte sich Diageo besser am Markt positionieren; Guinness wuchs vergleichsweise besser als der gesamte Markt.

Diageo betont dabei immer wieder den hohen Qualitäts-Anspruch. Daher empfindet die Firma die jüngsten Zusammenschlüsse unter den Großbrauereien nicht als Bedrohung:

„Wir fühlen uns weder isoliert noch unter Druck“, so CEO Ivan Menezes. Es sei eben nicht Maxime, „mehr Flüssigkeit abzufüllen“.

Der sogenannte Burggraben sichert den Wettbewerbs-Vorteil

Die Diageo-Aktie überzeugt durch ihre vielen bekannten Marken.

Denn Konsumenten, die gerade bei einem alkoholischen Getränk auf den Geschmack gekommen sind, verhalten sich markentreu.

In Verbindung mit der Größe und der starken Marktmacht trägt dies dazu bei, dass Diageo für Mitbewerber schwer angreifbar ist.

Die Investoren-Legende Warren Buffet spricht in diesem Zusammenhang gerne von einem „ Burggraben“.

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.