Diamondback Energy: Öl-Aktie vor dem Chartausbruch

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Beeindruckende Umsatz- und Gewinnsteigerungen – eine spekulative Aktie mit Kurspotenzial. (Foto: John Williams RUS / Shutterstock.com)

Diamondback Energy (WKN: A1J6Y4, ISIN: US25278X1090) ist ein unabhängiges Öl- und Gasunternehmen, das sich in den USA auf die Erschließung und Förderung unkonventioneller Öl- und Gasreserven wie z.B. Ölschiefer in Texas spezialisiert hat. Die Erfolgsgeschichte des Unternehmens begann vor rund zehn Jahren mit dem Erwerb erster Förderlizenzen. der Börsengang erfolgte 2012 zu einem Kurs von 17,50 USD. Mit aktuell rund 13 Mrd. USD und einem Aktienkurs von 132 USD hat sich der Börsenwert des Unternehmens seitdem bereits mehr als verzehnfacht. Dennoch ist die Aktie weiterhin sehr interessant

Beeindruckende Umsatz- und Gewinnsteigerungen

Diamondback Energy beeindruckt durch satte Wachstumsraten bei der Öl- und Gasförderung. Zusammen mit dem Ölpreisanstieg führt dies sowohl beim Umsatz, als auch beim Gewinn zu stetigen hohen Steigerungen. Im Durchschnitt wurden die Umsätze in den vergangenen drei Jahren um +45 % gesteigert, während der Gewinn im Schnitt um +52 % zulegte. In den vergangenen drei Quartalen lag das Gewinnwachstum im Durchschnitt sogar bei beachtlichen +92 %. Für das Gesamtjahr wird von Analysten immerhin eine Gewinnsteigerung von +35 % auf 6,94 USD je Aktie erwartet.

Bei weiter steigenden Ölpreisen besteht hier aber durchaus noch Überraschungspotenzial. Aufgrund der starken Geschäftsentwicklung werden seit Kurzem Dividenden ausgeschüttet, zunächst quartalsweise 50 Cent. Positiv ist vor allem auch, dass das Unternehmen im Branchenvergleich den niedrigsten Verschuldungsgrad und die höchste Vorsteuer-Gewinnmarge aufweist.

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Aktie vor dem Chartausbruch

Der Wert befindet sich in einem soliden Aufwärtstrend und weist vor allem gegenüber anderen Öl- und Gasaktien eine hohe Relative Stärke auf. Die Diamondback-Aktie befindet sich in einer Tasse-mit-Henkel-Formation. Zunächst bildet sich bei der Chartformation über mindestens sechs Wochen die Tasse, bestehend aus einem Kursrückgang mit anschließender Erholung bis an oder knapp bis an das vorherige Hoch. Dann pausiert die Aktie dann für mindestens fünf Tage und bildet einen Henkel. Der psychologische Grund dafür ist, dass viele Anleger in der Nähe der bisherigen Höchststände verkaufen.

Im Idealfall nimmt das Handelsvolumen während der Ausbildung des Henkels so wie bei Diamondback Energy ab. Hat der Markt diese Aktien verdaut, so kommt es zum Chartausbruch. Dabei geht es bei möglichst hohem Handelsvolumen über den Widerstand des Henkels dynamisch nach oben. Diesen Rückenwind, der durch beherzte Käufe von Großanlegern verursacht wird, nutze ich beispielsweise auch in meinem Aktien-Timing-System für Trades mit hoher Trefferquote aus.

Spekulative Aktie mit Kurspotenzial

Während viele kleinere Konkurrenten die Ölpreis-Krise nicht überlebten, prosperiert Diamondback Energy regelrecht. Die Aktie ist etwas spekulativer als große Ölmultis wie Shell oder BP. Nach einem Chartausbruch könnte die Aktie durchaus +30 % zulegen.


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Von: Maximilian Ritter. Über den Autor

Schon seit seiner Jugend interessiert sich Maximilian Ritter für das Börsengeschehen. In seinem Dienst "Aktien-Timing-System" setzt er auf eine verfeinerte CANSLIM-Methode, mit der sich eine 30%ige Rendite im Jahr erwirtschaften lässt.