Die 3 größten Aktien-Positionen des Top-Investors Paul Singer

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Die 3 Top-Positionen von Hedgefondsmanager Paul Singer: Aktivist weiter hoch bei Technologiekonzern Dell investiert. Aktie setzt Kursrally ungebremst fort (Foto: JHVE / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen die derzeit drei größten Aktien-Positionen aus dem Portfolio des aktivistischen–Investors Paul Singer vorstellen.

Paul Singer ist der Hedgefonds-Manager, der Argentinien in die Knie zwang. Für die einen ist Paul Singer ein Held. Er verpasst verantwortungslosen Regierungen einen wohlverdienten Tritt, die hunderte Milliarden Dollar Schulden aufhäufen, die sie niemals zurückzahlen können. Damit sind übrigens nicht die USA gemeint, sondern Argentinien, Peru oder auch die Republik Kongo. Für die anderen ist er das Paradebeispiel einer Heuschrecke, die ohne Rücksicht auf Verluste Profite erwirtschaften möchte.

Die Karriere des 73-jährigen Apotheker-Sohns begann in den 70er Jahren. Singer machte zunächst einen Abschluss in Psychologie und erwarb anschließend einen Doctor juris an der Harvard Law School – eine offenbar gewinnbringende Kombination. Im Jahr 1977 startete Singer seinen eigenen Hedgefonds, die “Elliott Management Corporation” mit rund einer Million Dollar Startgeld. Zwischenzeitlich verwaltete er zum Teil über 30 Milliarden Dollar mit einer beeindruckenden Rendite. Im Vierzigjahreszeitraum von 1977 bis 2017 fuhr Singer mit seinem Fonds pro Jahr eine durchschnittliche Rendite von rund 14% ein.

Seine aktuell drei größten Beteiligungen sind folgende:

Dell:

Größte Aktienposition mit einer Portfolio-Gewichtung von 13,17% ist der US-Technologiekonzern Dell. Der Konzern ist ein führender Hersteller von Computern und Speichersystemen. Singer hat die Position im zweiten Quartal nochmals deutlich um 41% aufgestockt. Insgesamt hält der Fondsmanager 2,85% aller ausstehenden Dell-Stimmrechte.

Derzeit prüft der Computer-Konzern eine Abspaltung seiner Software-Tochter VMware. Die Erwägung ist aber noch in einem frühen Stadium und eine mögliche Trennung wird nicht vor September 2021 erwartet. Ein Verkauf könnte Dell ordentlich Geld in die Kasse spülen. Dell hält 81% der Anteile. Der Konzern betonte jedoch, dass auch andere strategische Optionen ausgelotet würden.

Howmet Aerospace:

Zweitgrößte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von 7,48% ist die Howmet Aerospace-Aktie (vormals Arconic). Aktuell hält Singer ein Aktienpaket im Wert von fast 658 Millionen Dollar an dem Unternehmen. Das entspricht 9,53% aller ausstehenden Aktien des Unternehmens. Bei der Aktie ist der Fondsmanager bereits seit dem vierten Quartal 2016 investiert.

Howmet Aerospace ist ein international führendes Unternehmen in der Leichtmetalltechnologie, der technischen Planung, Veredelung und der Produktion von Leichtmetallen. Das Unternehmen ist in der Entwicklung und Herstellung von hochwertigen Materialien und leistungsfähigen Komponenten aus Aluminium, Leichtmetalllegierungen und Titan tätig.

Im zweiten Quartal verzeichnete Howmet Aerospace einen Umsatzrückgang von 1,81 auf 1,25 Milliarden Dollar. Unter dem Strich lag der Konzern in der Verlustzone, wobei das Minus mit 96 Millionen Dollar geringer ausfiel als im Vorjahresquartal (-121 Millionen Dollar).

Ebay:

Drittgrößte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von 5,89% ist die Aktie des Internethändlers eBay. Insgesamt hat Singer 519 Millionen Dollar in das Unternehmen investiert und hält 1,41% aller ausstehenden Stimmrechte.

eBay ist der Anbieter der gleichnamigen und weltweit größten Internet-Tauschbörse und Handelsplattform. Das ursprüngliche Online-Auktionshaus wurde zu einer allgemeinen Handelsplattform weiterentwickelt, auf der gewerbliche wie private Akteure Waren und Dienstleistungen zum Festpreis oder im Auktionsformat austauschen. Mit weiteren Plattformen wie Half.com, StubHub, Fashion und mobile.de hat sich das Unternehmen in spezifischen Branchen mit vertikalen Shopping-Seiten etabliert. eBay bietet darüber hinaus maßgeschneiderte E-Commerce-Lösungen für andere Unternehmen an.

Während der Corona-Pandemie hat der Konzern stark vom Wandel des Einkaufsverhalten der Konsumenten profitiert. Im zweiten Quartal kletterten die Umsätze auf 2,86 Milliarden Dollar (vs. 2,42 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal). Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 746 Millionen Dollar hängen. Das entspricht einer Gewinnmarge von 26,04% und lag deutlich über dem Vorjahresniveau (16,59%). 

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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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