Die 3 Top-Position von Hedgefonds-Ikone Mario Gabelli

USA Aktienmarkt – ado Alexander Sánchez

Vom Tellerwäscher zum Milliardär: So stellt die Hedgefonds-Ikone Mario Gabelli heute sein Portfolio auf. Weiterhin hohe Zuversicht beim Anbieter von Mietgeräten Herc Holdings (Foto: Alexander Sánchez / Adobe Stock)

Vom Tellerwäscher zum Milliardär. Auch wenn der Spruch zum amerikanischen Lebenstraum abgedroschen ist, auf den Hedgefondsmanager Mario Gabelli trifft er zu wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Als Sohn italienische Einwanderer hat sich Mario Gabelli seinen Erfolg hart erarbeiten müssen. In jungen Jahren jobbte der in der Bronx aufgewachsene Gabelli als Caddy auf dem Golfplatz und lauschte dort den gut Betuchten bei ihren Diskussionen über deren Geldanlage. Um das 10te Lebensjahr herum soll Gabelli bereits mit dem Studium von Aktienmarktberichten begonnen haben, mit 13 Jahren kaufte er seine ersten Aktien.

Später zeichnete er sich durch herausragende schulische Leistungen aus, erhielt ein Stipendium und schloss an der Columbia Business School mit einem Master of Business Administration ab. Sein Lehrmeister war kein anderer als Roger Murray, der als ausgewiesener Fachmann für Value Investing den Lehrstuhl von Benjamin Graham, dem Ziehvater von Warren Buffett, übernommen hatte.

Direkt im Anschluss an sein Studium begann Gabelli als Analyst bei Loeb, Rhoades & Co., wo er seinen eigenen Bewertungsansatz für börsennotierte Unternehmen kreierte. Ziel seines Vorgehens war es, den Marktwert eines Unternehmens zu bestimmen, den ein gut informierter Investor bezahlen würde, um dieses Unternehmen komplett zu übernehmen.

1977 gründete Gabelli dann eine eigene Vermögensverwaltung (Gabelli Investors), die später in GAMCO Investors umfirmierte. Seit 1986 ist GAMCO selbst börsennotiert und hat mehrere Fonds aufgelegt, in denen Gabelli sein eigenes und das Geld seiner Kunden anlegt. Seither ging es mit den Kundengeldern steil auf und ab. Managte Gabelli 1981 noch 33 Millionen Dollar, waren es zu seinen Hochzeiten (Q4 2010) über 26 Milliarden Dollar. Heute ist Gabelli Herr über gut 10,7 Milliarden Dollar.

Einem einzigen Investor blind zu vertrauen, macht wenig Sinn. Dennoch kann sich ein Blick auf die Positionierung von großen Anlegern durchaus lohnen. Das sind die aktuell drei größten Aktienposition von Mario Gabelli:

Herc Holdings

Größte Position ist die Aktie von Herc Holdings. Momentan hat Gabelli 219 Millionen Dollar in der Firma investiert und hält 11,33% der gesamten Stimmrechte. Auch Herc ist eine Altbekannte in Gabellis Portfolio. Inzwischen ist der Value-Manager seit über vier Jahren dort investiert.

Die Herc Holdings ist über ihre Tochtergesellschaften vor allem in den Vereinigten Staaten und international als Anbieter von Mietgeräten tätig. Das Unternehmen vermietet Hubarbeitsbühnen, Erdbewegungsmaschinen, Materialtransportgeräte, Lastwagen und Anhänger, Luftkompressoren, Verdichtungsgeräte und Beleuchtungsanlagen. Zuletzt erzielte Herc bei einem Quartalsumsatz von 457 Millionen Dollar einen Gewinn von 40 Millionen Dollar.

Sony

Die zweitgrößte Position ist der Elektronikriese Sony. An dem Technologiekonzern Sony hält Gabelli derzeit 2,06 Millionen Aktien. Das entspricht 208 Millionen Dollar beziehungsweise 0,17% des gesamten ausstehenden Kapitals der Firma. Seine ersten Sony-Papiere kaufte Gabelli bereits vor gut 10 Jahren. Inzwischen sitzt der Manager auf Buchgewinnen von über 270%. Die Coronavirus-Krise machte sich zuletzt auch bei Sony bemerkbar.

Im Schlussquartal konnte der japanische Elektronik-Riese mit starken Zahlen punkten: Vor allem dank starker Nachfrage bei der Spielekonsole Playstation stieg der Umsatz um 9% auf knapp 2,7 Billionen Yen (21,3 Milliarden Euro). Von der zum Weihnachtsgeschäft erschienenen neuen Konsole Playstation 5 verkaufte Sony 4,5 Millionen Geräte. Die Nachfrage war so hoch, dass die Playstation 5 bisher kaum zu bekommen ist. Beim Gewinn vermeldete Sony einen Sprung von 62% auf rund 372 Milliarden Yen (knapp 3 Milliarden Euro). Sony hob nach dem starken Abschneiden die Prognosen für das noch bis Ende März laufende Geschäftsjahr an.

Aerojet Rocketdyne Holdings

Drittgrößte Position ist die Aktie von Aerojet Rocketdyne Holdings, in die Gabelli knapp 170 Millionen Dollar gesteckt hat. Seine ersten Papiere des US-Konzerns kaufte der Fondsmanager bereits im ersten Quartal 2015. Bei einem durchschnittlichen Einstiegspreis von 19,79 Dollar sitzt Gabelli inzwischen auf Buchgewinnen von über 120%. Insgesamt hält Gabelli 4,20% aller ausstehenden Stimmrechte der Firma.

Aerojet Rocketdyne (ehemals GenCorp) ist ein US-amerikanischer Hersteller von Raketentriebwerken für die Raumfahrt und ballistische Raketen. Zu seinen Hauptabnehmern zählt der Konhzern das Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten, die NASA, sowie privatwirtschaftliche Unternehmen wie Boeing, die United Launch Alliance, Lockheed Martin und Raytheon.

Im vergangenen Berichtsquartal kam der Konzern bei einem Umsatz von 528 Millionen Dollar auf einen Nettogewinn von 32 Millionen Dollar.

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Rene König
Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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