Die Aktie der Sieger

Sport nimmt in unser aller Leben einen immer größeren Raum ein. Gab es früher nur ein paar wenige Erleuchtete, die bei Wind und Wetter die Parks unsicher machten, begegnen uns heute zu fast jeder Tages- und Nachtzeit Läufer, Radfahrer oder Walker.

Auch Team-Sportarten wie Fußball oder Volleyball sind beliebt – viele Unternehmen haben heute Freizeit-Mannschaften und unterstützen so den Drang der Angestellten nach Bewegung.

Mit zunehmender Sport-Begeisterung stieg während der vergangenen Jahre auch die Professionalisierung. Mit Jogginghose und alten T-Shirts dreht heute keiner mehr seine Runden durch den Park. Funktionskleidung muss praktisch und modisch sein.

Schuhe zum Laufstil passen, je nach Distanz und Untergrund mal mehr und mal weniger gedämpft sein und nicht zuletzt nach ein paar hundert Kilometern ersetzt werden. Diese Trends freuen Sportartikel-Hersteller wie Nike.

Produkte von Nike sind stark gefragt

Nike ist das größte Sportartikelunternehmen der Welt. Die Marktkapitalisierung ist fünfmal so hoch wie beim schärfsten Konkurrenten adidas. Die Gesellschaft lässt ihre Produkte – darunter zunehmend Bekleidung, Artikel und Zubehör für Sport und Freizeit – von vielen hundert Vertragspartnern in Billiglohnländern herstellen.

Das Unternehmen wurde 1962 gegründet und 1972 nach der griechischen Göttin des Sieges benannt.

Nike hat den Gewinn im 2. Quartal überraschend deutlich um 23% auf 655 Mio $ gesteigert. Der Umsatz kletterte um 15% auf 7,38 Mrd $. Der Markt hatte Nike deutlich weniger zugetraut.

Unter der Marke Nike wurden 17% und unter dem Label Converse 21% mehr Sportartikel als im Vorjahreszeitraum verkauft. Besonders hervorzuheben ist Westeuropa, wo der Rivale adidas zuhause ist; dort legte der Umsatz von Nike um 22% und im Heimatmarkt Nordamerika um 16% zu.

Das zeigt ganz klar, dass die Produkte von Nike stark gefragt sind. Die Bestellungen, ein wichtiger Indikator für die künftige Nachfrage und damit Wachstum, legten in den Schwellenländern wie Brasilien und Mexiko um 1% zu.

Nike hängt Konkurrenz ab

Die Order aus Westeuropa, ein wichtiger Wachstumsmarkt für Nike, nahmen um 13% zu. Global betrachtet stiegen die Bestellungen um 11%. Der Hauptgrund, warum Nike auf Dauer so starke Zahlen ausweisen kann, liegt in der Angebotspalette.

Das Produktportfolio ist so breit aufgestellt, dass es immer irgendwo besonders große Gewinnchancen gibt, die wiederum das restliche Geschäft mitziehen. Dies spiegelt sich auch in der Bruttomarge wider, die zuletzt auf 45,1% verbessert werden konnte.

Auf Jahressicht war die Investition in Nike ein gutes Geschäft. Der Aktienkurs rückte über 23% vor, während der Vergleichsindex lediglich ein Plus von 11% erzielte.

Noch zufriedener dürfte dagegen das Management sein, denn der Top-Konkurrent adidas verlor im laufenden Jahr mehr als ein Drittel seines Börsenwerts. Auf Sicht von 6 bis 12 Monaten erwarten wir eine überdurchschnittliche Kursentwicklung.

4. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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