Die Aktie für Trendsetter

Sind Ihnen schon einmal die vielen Sportler aufgefallen, die selbst in der Großstadt mit quietschbunten Klamotten und Trainingstasche umherlaufen?

Oder die fitten Jogger im Park? Alle diese Freizeitsportler haben etwas gemeinsam: Das Outfit stimmt…

…und es kommt oft von Under Armour

Waren es vor 20 Jahren noch eher gedeckte Töne in Schwarz oder Grau mit dezenten Reflektoren, darf Sportmode heute gerne ein wenig bunt sein.

Ein Unternehmen, das bei Sportklamotten ganz weit oben auf der Beliebtheits-Skala rangiert, ist Under Armour. Die Firma wurde im Jahr 1996 von Kevin Plank gegründet.

Ursprünglich als reine Marke für Kampfsport-Bekleidung und Thermo-Sportunterwäsche unter Trikots, in Sportarten wie Baseball oder Basketball, und für Shoulderpads entwickelt, gibt es von Under Armour mittlerweile auch normale T-Shirts, Hosen, Schuhe oder Kappen.

Die Expansion kostet

Im 3. Quartal hat Under Armour ein klares Umsatz-Plus erzielt. Der Gewinn wurde ebenfalls kräftig verbessert.

Allerdings ließ das Wachstums-Tempo auf dem Heimatmarkt etwas nach:

Under Armour steigerte den Umsatz um 22,2% auf 1,47 Mrd. $. In Nordamerika, der nach wie vor mit Abstand wichtigsten Region, stiegen die Umsätze um 15,6%.

Dem Unternehmen machten die schwierigen Rahmenbedingungen auf dem US-Markt zu schaffen, u. a. die Insolvenz des Handels-Partners Sports Authority.

Anleger befürchten zudem, dass sich die Marke, die in den vergangenen Jahren dynamisch gewachsen war, in der Heimat langsam dem Sättigungs-Niveau nähert.

Im Ausland konnte Under Armour sein Wachstums-Tempo beschleunigen.

Dort stieg der Umsatz um 73,3%. Der Anteil des internationalen Geschäfts am Gesamt-Umsatz beläuft sich damit mittlerweile auf 15%.

Das Segment Connected Fitness kam weltweit auf 20,2 Mio. $ (+39,8%). Die Bruttomarge sank auch aufgrund von Rabatt-Aktionen und negativen Währungs-Effekten von 48,8 auf 47,5%.

Zudem stiegen angesichts der rapiden Expansion die Vertriebs- und Verwaltungs-Kosten. Daher konnte das operative Ergebnis nicht mit dem Umsatz-Wachstum mithalten.

Es stieg um 16,3% auf 199,3 Mio. $. Aufgrund niedrigerer Sonderbelastungen legte der Gewinn um knapp 28% auf 128,2 Mio. $ zu.

Under Armour: Anleger warten besser ab

Für 2016 rechnet der Sportartikel-Hersteller mit einem Umsatz-Wachstum um 24% auf 4,9 Mrd. $ und einer Verbesserung des operativen Gewinns um 4 – 5%.

Zudem kündigte das Management hohe Investitionen in den Ausbau des Online- und Auslands-Geschäfts an, was sich auf den Gewinn auswirken wird.

Derzeit überwiegen bei Under Armour die negativen Signale. Dennoch ist die Marke stark.

Da es aber auch keine Dividende gibt, sollten Sie sich die weitere Entwicklung des Konzerns besser von der Seitenlinie aus anschauen!

28. Februar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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