Die Aktie mit Nivea

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Beiersdorf war über Jahre einer unserer Favoriten. Auch heute hat der Wert noch viel zu bieten. Unsere Analyse. (Foto: youyuenyong budsawongkod / Shutterstock.com)

Wir begleiten aussichtsreiche Aktien über viele Jahre. Beiersdorf ist eine davon. Hunderte Prozent Rendite waren mit der Aktie möglich. Doch wer zum Einstieg bläst, muss auch erkennen, wenn eine Aktie nicht mehr ganz so attraktiv ist. Zwar bleibt Beiersdorf ein solider Wert aus dem Bereich des Basiskonsums, doch zieht die „Nivea-Aktie“ nicht mehr so stark, wie noch vor Jahren. Wie es genau um Beiersdorf steht, erfahren Sie in unserer Analyse.

Doch zunächst ein paar Worte zum Unternehmen an sich. Der Beiersdorf-Konzern besteht aus der Kernsparte Consumer (Nivea, 8×4, Eucerin, Labello, La Prairie, Florena und Hansaplast) sowie der Sparte tesa (Klebstofftechnik). Nivea ist die bedeutendste und gleichzeitig auch älteste Körperpflegemarke der Welt. Unter der Marke tesa werden Klebeanwendungen für industrielle Kunden und Endverbraucher entwickelt und vermarktet. Beiersdorf ist mit rund 150 Tochtergesellschaften auf der ganzen Welt präsent.

Konjunktureller Gegenwind

Beiersdorf konnte seinen Umsatz in 2018 um 2,5% auf rund 7,2 Mrd € steigern. Sowohl das klassische Konsumgeschäft als auch der tesa- Umsatz konnten zulegen. Bis auf Lateinamerika konnte Beiersdorf auf allen globalen Märkten wachsen. Der Gewinn stieg um 8% auf 728 Mio €. Damit liegt die Verzinsung des Eigenkapitals bei 13%. Beiersdorf hat eine stabile Liquiditäts- und Vermögenslage. Durch den positiven Cashflow ist Beiersdorf in der Lage sich intern zu finanzieren, ohne in großer Abhängigkeit von Fremdkapitalgebern zu stehen.

Das drückten sowohl das positive Betriebskapital als auch eine Eigenkapitalquote von über 63% aus. Obwohl die konjunkturelle Wirtschaftslage gerade Ende 2018 bescheiden war, konnte Beiersdorf eine recht solide Entwicklung ausweisen. Das lag vor allem am stabilen Wachstum im Kosmetikbereich. tesa lieferte nur leicht positive Zahlen, doch das Gesamtbild ist weitgehend in Ordnung. Allerdings sollten die unternehmerischen Risiken nicht unterschätzt werden. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich für tesa erschwert, da die für tesa wichtige Automobilbranche sowie der Bereich Consumer Electronics mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten konfrontiert sind.

Beiersdorf: Solide aber kein Selbstläufer

Im 1. Quartal 2019 stieg der Umsatz leicht um 7,8% auf knapp 2 Mrd €. Aufgrund der hohen Wachstumszahlen aus dem Jahr 2018 und den konjunkturellen Risiken erwarten wir in den nächsten 6 bis 12 Monaten keine überdurchschnittliche Kursentwicklung. Mit einem KGV von 34,6 befindet sich die Aktie auf einem relativ teuren Niveau. Auch aus diesem Grund sind wir bei Beiersdorf vorsichtiger geworden. Die Aktie ist gut, aber Sie sollten darin dennoch keinen Selbstläufer sehen.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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