Die Aktien-Analyse: Isra Vision Top – General Electric Flop

Isra Vision setzte im 2. Quartal die positive Entwicklung fort und beendete das 1. Halbjahr mit einem Umsatz-Anstieg um 10% auf 53,3 Mio. €.

Im Segment Industrial stieg der Umsatz um 23% auf 11,8 Mio. €. Mit modularen Applikationen für die vernetzte Produktion in der Automobil-Industrie plant Isra den Ausbau des Segments.

Das Konzept einer neuen Produktreihe wurde bereits auf der Hannover Messe vorgestellt.

Der Gewinn vor Steuern (EBT) legte überproportional um 14% auf 10,3 Mio. € zu, die EBT-Marge stieg damit um 1 Prozentpunkt auf 18%. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich um 18% auf 1,66 €.

Hohe Auftrags-Eingänge für Isra Vision

Die Entwicklung in den regionalen Märkten war überaus dynamisch. In Asien setzte sich die Nachfrage auf hohem Niveau fort. Auch aus Europa verzeichnet Isra hohe Auftrags-Eingänge.

Zur Erschließung der südamerikanischen Märkte prüft Isra zusätzlich zum Standort in Brasilien neue Expansions-Möglichkeiten in angrenzende Länder.

Der Erstaufbau des Vertriebs für den Wachstumsmarkt Mexiko wurde am Standort in Querétaro vorangetrieben.

Ebenso sollen durch die wieder aufgenommenen Aktivitäten im Iran mit dem neuen Standort in Teheran und einem lokalen Vertriebsteam neue Potenziale im Nahen Osten erschlossen werden.

Mit einer deutlich gesteigerten Eigenkapitalquote von 56 auf 61% und den freien Kreditlinien verfügt Isra über eine solide Kapital-Ausstattung für zukünftiges Wachstum.

Mit starken Auftrags-Eingängen und dem daraus resultierenden, erneut hohen Auftrags-Bestand von über 85 Mio. € startete Isra dynamisch in die 2. Jahreshälfte.

Unternehmens-Porträt

Isra Vision Systems entwickelt und vertreibt Isra-Brainware, eine anwendungsspezifische Software für die visuelle Überwachung von Arbeits-Prozessen.

Die Software wird in der Steuerung von automatisierten Produktions-Prozessen eingesetzt.

Zielmärkte sind Automations-Lösungen für die Roboter-Führung („Robot Vision“), die Oberflächen-Inspektion („Surface Vision“) sowie die Qualitäts-Kontrolle in der Montage.

General Electric ist ein Schatten seiner selbst

2015 war das schlechteste Jahr der Konzern-Geschichte. Die starke Konkurrenz, der harte Wettbewerb und die fallenden Rohstoff-Preise haben die Geschäfts-Entwicklung stark belastet.

Hinzu kamen die China-Krise und Absatz-Schwierigkeiten in etablierten Industriestaaten. Besonders belastend hat sich die Mega-Übernahme des französischen Alstom-Konzerns ausgewirkt.

General Electric hat im letzten Jahr die Energie-Sparte des ehemaligen Konkurrenten übernommen, um so seine Expansionen in Europa zu forcieren.

Allerdings wurde der Konzern von der immensen Kostenlast regelrecht erdrückt.

Auch im 1. Quartal hat sich die defizitäre Entwicklung fortgesetzt

Die Verluste konnten aber deutlich eingedämmt werden. Pro Aktie erwirtschaftete GE noch einen Fehlbetrag von 0,01 $. Im Vorjahr lag der Verlust noch bei 1,35 $.

Auch beim Umsatz lief es für General Electric wieder etwas besser: Nach dem gravierenden Einbruch im Vorjahr konnte jetzt ein Plus von 6,1% auf 27,9 Mrd. $ erzielt werden.

Mittelfristig möchte General Electric an seinem Plan festhalten und seine Marktstellung in Europa weiter ausbauen; v. a. Deutschland gilt als lukrativer Standort und Wachstumsmotor für die geplanten Expansionen.

Allerdings muss sich General Electric vor der starken Konkurrenz in Acht nehmen: Siemens und Thyssen werden den Markt nicht kampflos freigeben.

Es droht eine Preisschlacht, die sich General Electric vielleicht nicht leisten kann.

Unternehmens-Porträt

General Electric (GE) ist eines der größten Industrie-Unternehmen der Welt. Die Produkt-Palette ist sehr breit und umfasst:

  • Triebwerke,
  • Ausrüstungen,
  • Industrie- und Materialtechnik,
  • Energietechnik,
  • TV-Stationen,
  • die General Electric Capital Services (Finanzierungen)
  • sowie Versicherungen.

Damit hat sich General Electric von einem amerikanischen Elektronik-Konzern zu einem weltweit tätigen Konglomerat gewandelt.

24. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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