Die Banken-Gebühren-Abzocke wird weitergehen

Der IWF fordert eine Vermögens-Abgabe. Doch auch durch die EZB-Politik und die Banken-Gebühren werden Sie weiter abgezockt. (Foto: qvist / Shutterstock.com)

Es wurde Ihnen bereits aufgezeigt, dass Staat und Banken planen, Sie in den nächsten Jahren noch mehr abzuzocken.

Sparer und Steuerzahler sollen für die Staatsschulden blechen

So wissen Sie jetzt, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) höhere Abgaben auf Sparguthaben will – höhere Steuern auf Ihr Eigentum.

Diese sollen bewirken, dass die europäischen Staats-Schulden auf das Vorkrisen-Niveau zurückgefahren werden.

Auch die Höhe dieser Zwangsabgabe steht bereits fest: rund 10% für Haushalte mit einem positiven Vermögensstand.

Dabei treffen Vermögens-Abgaben oder Steuern auf Eigentum immer die breite Masse am stärksten.

Die Vernichtung Ihres Vermögens wird weitergehen

Hinzu kommt, dass auch die Geldpolitik der EZB Ihr Vermögen vernichtet. Denn durch die Niedrig-, Null- und Negativ-Zinsen werden Sie als Sparer seit Jahren enteignet.

Was auch nicht an die große Glocke gehängt wird: Der IWF rechnet mit einem schrittweisen Anstieg der Teuerung in Deutschland und in der EU.

Klasse Aussichten also für Sie: Eine Vermögens-Steuer soll kommen, die EZB-Geldpolitik vernichtet Ihr Sparguthaben und die Teuerung hierzulande wird ansteigen.

Es gab wahrlich schon viel nichtigere Gründe, um auf die Straße zu gehen.

Wolfgang Schäuble versucht das Wahlvolk zu beruhigen

Vielleicht gerade deshalb versuchte vor Kurzem Wolfgang Schäubles Bundesfinanzministerium schnell einzulenken.

Deutschland befände sich in einer sehr guten wirtschaftlichen Verfassung, hieß es da. Die Vorschläge des IWF seien nicht neu und würden weitgehend an der Realität vorbeigehen.

Aufgepasst: Das sind alles hohle Worte, um Sie als Sparer und Steuerzahler mit Wahlkampf-Parolen zu beruhigen; Sie im wahrsten Worte des Sinnes einzulullen!

Die destruktive EZB-Politik wird sich nicht so schnell ändern

Auch die bereits angesprochene vermögensdestruktive Politik der Europäischen Zentralbank wird weitergehen – zumindest bis Ende Dezember 2017.

Sie wissen, dass das EZB-Programm den Kauf von Staatsanleihen, Firmenbonds und Pfandbriefe möglich macht. Bis Jahresende soll es einen Umfang von rund 2,3 Bio. € umfassen.

Inzwischen bezweifeln jedoch immer mehr Experten, ob die EZB wirklich aus dem selbst geschaffenen Teufelskreis der Null-, Niedrig- und Negativ-Zinsen aussteigen kann – und zwar ohne dass dies einen Crash zur Folge hat.

Investoren glauben nicht an eine Zinswende

Langfristige Investoren jedenfalls rechnen damit, dass die Phase dieser Zinspolitik noch länger anhalten wird.

Oder anders ausgedrückt: Ihre Sparguthaben werden langfristig weiter entwertet. Das bedeutet für Sie auch in Zukunft empfindliche Vermögens-Verluste.

Hinzu kommen noch weitere Gebühren, die Ihre Rücklagen anknabbern wie Mäuse ein Stück Käse.

Die Banken-Gebühren-Abzocke wird weiter gehen

Die Banken werden weitere Gebühren-Erhöhungen vornehmen, und wissen Sie wo?! –Wir verraten es Ihnen:

beim Abheben am Geldautomat sowie bei den Kontoführungs-Gebühren, Kreditkarten-Kosten und weitere, nicht näher bezifferte Gebühren für andere Bankdienstleistungen.

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Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.