Die Bitcoin-Blase platzt endgültig

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Der Bitcoin geht in den freien Fall über. Ich hatte Sie oft genug und lange vorher vor einem solchen Crash gewarnt. (Foto: Wit Olszewski / shutterstock.com)

Seit gut 1 Jahr habe ich an dieser Stelle mehrfach vor Investments in die Kryptowährung Bitcoin gewarnt. Nun geht die Abwärtsbewegung in einen Crash über.

Der Bitcoin verliert zur Stunde weitere -8%. Die Verluste der letzten 5 Handelstage summieren sich damit auf inzwischen -30%!

Den Kryptowährungen drohen Regulierungen

Am Freitag hatte die amerikanische Börsenaufsicht SEX (Security Exchange Commission) Ernst gemacht: Gegen die beiden Krypto-Unternehmen Airfox und Paragon Coin wurden Strafzahlungen in Höhe 250.000 USD verhängt, weil sie ihre angebotenen Produkte nicht als Wertpapiere registrieren ließen.

Damit erhöht sich die Sorge der Kryptowährungs-Anleger vor weiteren massiven regulativen Maßnahmen seitens der Aufsichts- und staatlichen Behörden. Nicht nur der Bitcoin, sondern praktisch alle Kryptowährungen gehen in den freien Fall über.

Es war das prägende Markenzeichen der Kryptowährungen: Keine Regulierung, Anonymität und Unabhängigkeit vom Bankensystem.

Bitcoin: Aufstieg und Fall in kurzer Zeit

Schon im Jahr 2017 stand der Bitcoin im Rampenlicht: Die Krypto-Leitwährung explodierte in einem regelrechten Hype der Anleger um sagenhafte +2.443% von 757 USD auf ein Rekordhoch von 19.265 USD.

Im Börsenjahr 2018 steht der Bitcoin erneut in den Schlagzeilen der Marktkommentatoren: Allerdings haben sich die Vorzeichen nunmehr komplett umgedreht, wie Sie im nachfolgenden Chart nachvollziehen können:

Bitcoin in USD: Aufstieg und Fall

Bis zum Ablauf der 1. Februarwoche 2018 hatte der Bitcoin satte -70% von seiner Bestmarke wieder verloren. Danach sah es für die Marktteilnehmer lange so aus, als habe die Kryptowährung das Schlimmste überstanden.

Ein marginales neues Tief Ende Juni bei 5.834 USD machte dem Charttechniker indes deutlich: Der Abwärtstrend seit Dezember 2017 wurde bestätigt und entsprechend eine Anpassung der Trendlinie (blaue und rote gestrichelte Linien) erforderlich.

Am vergangenen Mittwoch war es dann soweit: Der Bitcoin sackte erstmals unter die massive Unterstützung um 5.850 USD.

Das löste weitere Panikverkäufe in der Kryptowährung aus.

Fazit

Lange Zeit schien es so, als seien meine zahlreichen Warnungen vor Investments in Kryptowährungen im Allgemeinen und den Bitcoin im Besonderen „in den Wind gesprochen“. Doch wer weiterhin den künstlichen Währungen sein Vertrauen schenkte, muss dies nun teuer bezahlen:

In nur 5 Handelstagen haben Bitcoin-Anleger -30% Ihres Kapitaleinsatzes verloren. Gemessen am Rekordhoch von 19.265 USD kurz vor Weihnachten 2017 belaufen sich die Verluste in der Kryptowährung inzwischen auf fast -78%!

Und ein Ende ist nicht abzusehen. Mich hat diese Entwicklung schon vor Jahresfrist zum Vergleich mit der Tulpenzwiebel-Hausse der Jahre von 1594 bis 1637 angeregt:

In einem ebenso spektakulären Hype wurden damals die Tulpenzwiebeln gleichberechtigt neben Aktien und Anleihen an den Börsen gehandelt. Die Preise schossen in nie für möglich gehaltene Dimensionen.

Am Ende platzte auch diese Blase wie jede andere danach. Insofern schreibt auch der Bitcoin derzeit Geschichte – nur wesentlich schneller als die Tulpenzwiebel vor 381 Jahren.

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Andreas Sommer
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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