Die Chip-Aktie mit der günstigen Bewertung

Intel RED_shutterstock_398463883_StockStudio

Es gibt sie noch, die Value-Perlen. Ab und an muss man im Gegenzug Risiken hinnehmen. Wie es bei Lam Research aussieht, lesen Sie in unserer Analyse. (Foto: StockStudio / shutterstock.com)

Zugegeben: Es gibt Unternehmen, die begleiten uns seit vielen Jahren. Das sind große Banken, Titel wie Nestlé oder auch Intel. Dann gibt es aber immer auch neue Unternehmen, die wir zum ersten Mal analysieren. Oftmals sind das Titel, von denen wir uns langfristig viel versprechen. In der ersten Analyse geht es dann darum, wie viel von den Vorschusslorbeeren übrig bleibt. Im Falle von Lam Research eine ganze Menge.

Der Spezialist für Computerchips ist aktuell attraktiv bewertet und bietet eine Menge Zukunftsfantasie. Negativ wiegt allerdings die Coronakrise. Doch der Reihe nach: Lam Research wurde 1980 gegründet und ist ein führender Anbieter von Wafer-Ausrüstungen für die Halbleiterindustrie. Lam bietet Anlagentechnik und Serviceleistungen rund um den Betrieb der Systeme. Neben Komplettsystemen zur Wafer-Herstellung offeriert Lam Ausrüstung zur Reinigung von fertiggestellten Wafern. Mit Tochter- und Beteiligungsgesellschaften ist Lam mit Produktionsstandorten in Nordamerika, Europa und Asien vertreten.

Die Pandemie schlägt auf die Zahlen

Im 3. Quartal erzielte Lam einen Umsatz von 2,5 Mrd $, der unter der ursprünglichen Prognose lag. Grund dafür waren COVID-19-bedingte Produktions- und Lieferengpässe. Der Gewinn je Aktie belief sich auf 3,98 $, was auf eine starke Bruttomarge, ein fokussiertes Kostenmanagement sowie auf einen günstigen Steuersatz zurückzuführen war. Die Stärke der Bruttomarge von 46,3% lag an einem günstigen Kunden- und Produktmix.

Die Kundennachfrage blieb unverändert. Im Bereich Systeme stiegen die Speicherinvestitionen erwartungsgemäß. Der Umsatz in diesem Bereich stieg auf 56% des Systemumsatzes. Die NAND-Gatter machten mit 40% des Systemumsatzes den größten Teil der Speicherinvestitionen aus. In naher Zukunft wird der Umsatz in erster Linie von der Kapazität der globalen Fertigungs- und Lieferketten bestimmt, da an den Standorten die Beschränkungen für soziale Distanzierung voraussichtlich in den nächsten Monaten bestehen bleiben.

Derzeit wird das Know-how der Außendienstmitarbeiter vor Ort gestärkt, um die Anforderungen der Kunden an die installierte Basis zu erfüllen, einschließlich der Installation neu ausgelieferter Systeme. Denn Reisen dürften zumindest in naher Zukunft nicht empfohlen werden.

Langfristig gute Aussichten trotz Unsicherheit

Obwohl der Konzern Verbesserungen sowohl in den eigenen Betrieben als auch in denen der Lieferanten sieht, bleiben Risiken und Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Corona- Pandemie bestehen. Dementsprechend legte der Vorstand für das 4. Quartal keine Finanzprognosen vor. Langfristig gehen wir weiterhin von profitablen Umsatzsteigerungen aus. Von diesem Unternehmen werden Sie in Zukunft noch viel von uns lesen!

Intel RED_shutterstock_398463883_StockStudio

Diese Aktie trägt einen großen NamenNEC ist in Japan der Renner und weltweit bekannt. Was wir von Unternehmen und Aktie halten? Lesen Sie unsere Analyse! › mehr lesen


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter von Volker Gelfarth. Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz