Die explodierenden Militärausgaben heizen viele Konflikte erst an

Die vergangenen beiden Jahre haben eines klar gezeigt:

Regionale Konflikte haben mittlerweile sehr schnell das Potenzial, mit einer militärischen Eskalation überwunden geglaubte Fronten zwischen Ost und West wieder aufbrechen zu lassen.

Erst kürzlich sprach der russische Ministerpräsident Medvedev von einem „neuen Kalten Krieg“ zwischen dem Westen und Russland.

Hier besteht ohne Frage auch die Gefahr, dass dies zu einem wirklichen militärischen Konflikt kommen kann.

Doch auch China birgt Gefahren, auf die ich schon vor 2 Jahren hingewiesen habe: „In der Geschichte wurden nach langen Phasen der Aufrüstung die Waffen dann auch in einem Krieg eingesetzt.

Und diese Gefahr sehe ich auch jetzt wieder – allerdings sehen wir diese Gefahr von Europa aus nicht wirklich. Doch die asiatischen Nachbarländer von China haben schon heute große Befürchtungen um ihre nationale Sicherheit.

Wie in so vielen anderen Teilen der Welt, geht es im asiatischen Raum um die Vorherrschaft in strategisch wichtigen Regionen.

Hier ist es das südchinesische Meer. Von dieser riesigen Fläche reklamiert China bis zu 90% für sich. Das ist extrem wichtig, denn dort werden große Öl- und Gasvorkommen vermutet.“

An dieser Einschätzung die heute noch genauso gilt, sehen Sie: Die Gefahr militärischer Konflikte entsteht heute vor allem aus wirtschaftlichen Erwägungen – zumindest im asiatischen Raum.

Militär-Ausgaben steigen in China und Russland um mehr als 10% pro Jahr

Die aktuellen Kriege im arabischen Raum wie in Syrien basieren auf religiösen Konflikten innerhalb der muslimischen Bevölkerung.

Durch den starken Einsatz Russlands auf der Seite des syrischen Herrschers Assad bietet das Land wieder das Potenzial für eine Frontstellung zwischen Ost und West.

Immerhin gilt dort seit einigen Tagen in verschiedenen Regionen des Landes eine Waffenruhe – das ist positiv. Aber ein Ende des Konflikts ist wahrlich nicht in Sicht.

Besorgniserregend sind tatsächlich die stetig kräftig steigenden Militär-Ausgaben weltweit.

Dabei wachsen die Ausgaben in China oder Russland 2-stellig pro Jahr. Der Westen kommt da gar nicht mit.

Laut Angaben der Militär-Forscher vom britischen IISS Institut erreichen nur 4 von 26 NATO-Staaten die eigentlich vereinbarte Summe von 2% des Bruttoinlandsproduktes (BIP) bei den Verteidigungs-Ausgaben.

Der Westen rüstet immer stärker ab – der Osten mit Russland rüstet immer weiter auf. Hier verschiebt sich das Gleichgewicht, und noch schauen wir tatenlos zu.

8. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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