Die Flüchtlings-Agenda: Länger und billiger arbeiten

Der Flüchtlingskrise wird immer schärfer diskutiert. Jetzt kommen schockierende Vorschläge über ihre Finanzierung. Zu Ihren Lasten. (Foto: batmanv / shutterstock.com)

Während nun politisch über sogenannte Transitzonen für Flüchtlinge diskutiert werden, hält die Masseneinwanderung an.

Allein in diesem Jahr sollen rund 1,5 Millionen Asylbewerber nach Deutschland kommen. Wobei wahrscheinlich mit noch mehr zu rechnen ist.

Wie Sie vielleicht wissen, wurden diese Zahlen in den letzten Monaten immer wieder korrigiert. Und zwar nach oben.

7 Millionen Flüchtlinge in Deutschland erwartet

Zudem kann jeder anerkannte Asylbewerber Familienmitglieder nachholen. Im Schnitt zwischen vier und acht.

Geschätzt werden, dass es mit Familien bis zu 7 Millionen Zuwanderer geben könnte.

Sozialer Friede und innere Sicherheit bedroht

In den völlig überfüllten Massenunterkünften kommt es verstärkt zu gewalttägigen Auseinandersetzungen zwischen den Migranten. Immer öfter muss die Polizei eingreifen.

Die Sicherheitsbehörden sind alarmiert. Der soziale Frieden und die innere Sicherheit sind bedroht.

Bürger zunehmend besorgt, die sich von der Politik nicht ernst genommen fühlen.

Immense Flüchtlingskosten

Hinzu kommen die immensen Kosten der gewaltigen Integrationsaufgabe, die sich der Bund gestellt hat. Jährlich werden diese auf 10 bis 14 Milliarden Euro geschätzt.

Als kürzlich ein “Flüchtlingssoli” die Runde macht, der in Europa eingeführt werden soll, reagieren deutsche Politiker mit Abwiegeln und Dementis.

Aber glauben Sie das?

Merkels Lippenbekenntnisse

Bundeskanzlerin Angela Merkels Bekenntnis, dass es wegen der Flüchtlingskrise keine Steuererhöhungen geben wird, sind nicht mehr als Lippenbekenntnisse.

Wie oft schon wurden Bürger in Krisen beruhigt. Die Worte schnell gebrochen.

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Viele Bürger glauben, das wird auch dieses Mal nicht anders sein.

Denn hinter den Kulissen werden schon eifrig verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten diskutiert.

Sie werden dafür bezahlen

Bezahlen wird der tüchtige Bürger. Also Sie. So war es schon immer. Und so wird es auch bleiben. Nehmen Sie das ruhig wortwörtlich.

Ganz abgesehen von einem Flüchtlingssoli werden bereits andere Vorschläge in die Flüchtlingsdiskussion mit eingebracht.

Die Flüchtlings-Agenda

Einen Vorschlag macht beispielsweise Hans-Werner Sinn, der Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V. (ifo Institut).

Auf ihn wird gehört. Sein Wort hat Gewicht.

Der Professor für Nationalökonomie und Finanzwissenschaft ist der Überzeugung, dass die Flüchtlingskrise in Deutschland nur mit radikalen Sozialreformen zu stemmen sei.

Mit einer neuen Agenda 2010. Diese wird Sie geradezu schockieren.

Mindestlohn ade

Wissen Sie, was Hans-Werner Sinn vorschlägt?

Er fordert die Abschaffung des Mindestlohns. Nur so würden genug Jobs für Flüchtlinge entstehen, die zu einem großen Teil nur über eine niedrige Qualifikation verfügten.

Er argumentiert, dass mehr Geschäftsmodelle für Geringqualifizierte erst dann rentabel werden, wenn der Lohn für einfache Arbeit falle.

Denn wenn die Zuwanderer keine Stellen bekommen, würden sie nicht integriert. Dann würden wir erhebliche Spannungen in der Gesellschaft bekommen.


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Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.