Die Frage von Krieg und Frieden ist auch in Europa hochaktuell

In Europa herrscht Frieden – das gilt heute. Doch ich frage mich, wie lange dieser Zustand noch anhalten wird? Die Belastungen werden immer gravierender.

Europa lebt derzeit in friedlichen Zeiten – aber das muss nicht so bleiben. Dies sieht auch Jean-Claude Juncker, der ehemalige Chef der Eurogruppe so.

Schon zu Beginn des Jahres sagte er: „Wer glaubt, dass sich die ewige Frage von Krieg und Frieden in Europa nie mehr stellt, könnte sich gewaltig irren. Die Dämonen sind nicht weg, sie schlafen nur.“

Auch ich sehe weiter ein großes Unruhepotenzial in der Euro-Zone – aber auch darüber hinaus. So ist Russland noch immer bereit auch Syrien weiter zu helfen. Erst kürzlich gab es Gerüchte in Moskau, wonach auch ein Angriff auf Saudi-Arabien möglich sei.

Der jetzt eingeschlagene diplomatische Weg überzeugt mich nicht. Vielmehr bin ich davon überzeugt, dass wie im Irak der Krieg hinter den Kulissen schon beschlossene Sache ist.

Zusätzlich bietet auch Israel immer wieder neues Konfliktpotenzial. So tauchen aktuell neue Meldungen auf, wonach Israel derzeit über 80 Atomsprengköpfe verfügt und zudem noch das Material besitzt, mehr als 100 weitere zu produzieren.

Sollte das tatsächlich der Realität entsprechen, wäre das eine weitere Zündschnur am Pulverfass Naher Osten, die jederzeit abbrennen kann.

Sie sehen daran: Auch wenn uns in der Öffentlichkeit immer wieder ein friedliches Bild präsentiert wird, so gibt es doch vielfältige kriegerische Bedrohungen. Doch wie kommt es eigentlich zum Krieg?

Politiker lernen nicht aus der Geschichte – das ist ein Fehler der gefährlich ist

Hier sehe ich schon die Gründe in unserem Zinses-Zins-System: Durch das exponentielle Wachstum der Schulden können diese gar nicht mehr komplett zurückgezahlt werden.

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Aber aus der Natur wissen wir: Nichts kann unbegrenzt wachsen. Irgendwann brechen Systemen, die auf exponentiellem Wachstum beruhen zusammen – das gilt für die Natur genauso wie für die Finanzwelt. Und dieser Zusammenbruch endet oft in einem Krieg.

Für mich zeigen sich heute klare Parallelen zur Situation vor 100 Jahren. Damals lagen die Zinskosten der Eisenbahnanleihen des Deutschen Reiches höher als die Heeresausgaben. Bei dieser massiven Diskrepanz folgte dann im Jahr 1914 der Erste Weltkrieg.

Auch vor dem 2. Weltkrieg lag eine Krise: Die Weltwirtschaftskrise, der dann eine lange Deflation folgte. Im Endeffekt haben in den USA erst die Rüstungsausgaben für den 2. Weltkrieg diese langjährige Krise beendet.

Für mich ist auch klar: Die heute regierenden Politiker haben gar nichts aus der Geschichte gelernt. Darauf hat auch schon Prof. Ruland vor mehr als 100 Jahren in seinem Werk über den Verfall der Kulturen hingewiesen.

Für ihn ergeben sich in einer Krise gleiche Abläufe, die am Ende oft in einem Krieg und dem Untergang der Kultur enden.

Welche Rolle dabei der Rüstungssektor spielt, erläutere ich Ihnen schon morgen an dieser Stelle.

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Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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