Die Freizeit-Branche boomt

Für Freizeit-Aktivitäten sind die Menschen weiterhin bereit ihr Geld auszugeben. Bevor Negativ-Zinsen und Inflation die Kaufkraft mindern, gönnt man sich halt einmal etwas außer der Reihe.

Davon profitierte Walt Disney:

Gestiegene Einnahmen bei den Freizeitparks haben Walt Disney die Kasse gefüllt. Die Eröffnung des 1. Disney-Parks in China ist ein Meilenstein in der Firmen-Geschichte.

Gut angelaufen ist der Star-Wars-Film Rogue One. Allerdings bereitet die TV-Sparte um den kriselnden Sportsender ESPN, die über die Hälfte der Umsätze beisteuert, Schwierigkeiten.

Der Unterhaltungs-Konzern hat aber immer wieder geniale Ideen, um den Umsatz anzukurbeln.

Jetzt springt Walt Disney auf den Social-Media- Zug auf und will künftig auch TV-Serien für die populäre Video- und Foto-Sharing-App Snapchat produzieren.

Die Reiseströme verschieben sich

Die Deutschen verzichten trotz Terror-Gefahren nicht auf ihren Urlaub.

Geändert haben sich aber die Reiseziele: Gemieden wurden im vergangenen Jahr Länder wie die Türkei, Ägypten und Tunesien.

Dort brachen die Umsätze zwischen 40 und 60% ein. Auch ins weltweit beliebteste Reiseland Frankreich kamen 8% weniger Touristen.

Die Profiteure waren andere Mittelmeer-Länder wie Spanien, Griechenland, Italien und Kroatien.

Allein Spanien meldete für den Zeitraum Januar bis Oktober einen Rekord von 67,5 Mio. Touristen – 10% mehr als im Vorjahr.

Fernreisen wurden ebenfalls verstärkt gebucht, besonders in die Karibik. Zu den Gewinnern gehörten auch Anbieter von Kreuzfahrten.

Die Online-Vermittler sind auf dem Vormarsch

Dennoch konnten Klassiker wie Spanien die Rückgänge in Nordafrika und der Türkei nicht kompensieren.

Nach Aussagen des Deutschen Reiseverbands DRV sanken die Umsätze der Reise-Veranstalter im Touristikjahr 2016 (31. Oktober) um 3,5% auf 26,3 Mrd. €.

Verantwortlich für das schwächere Abschneiden der traditionellen Veranstalter waren aber nicht nur die Terror-Anschläge, sondern auch der Vormarsch der Online-Vermittler und -Anbieter.

Denn immer mehr Menschen organisieren ihre Reise selbst ohne den Gang ins Reisebüro.

Besser als in der gesamten Branche lief es bei der TUI, die im abgelaufenen Geschäftsjahr bei einem nahezu stabilen Umsatz deutlich mehr verdient hat.

Wie es in der Branche 2017 weitergeht, lässt sich kaum abschätzen.

Die Winter-Buchungen liegen zwar unter Vorjahr. Für das wichtigere Sommer-Geschäft gibt es aber noch nicht genügend Daten, um eine Aussage zu treffen.

Wachstumstreiber bei Verkauf von Eintrittskarten ist das Internet

Das Geschäft mit Eintrittskarten für Musik, Kultur und Sport erwies sich für CTS Eventim als wachstumsstark.

Bedingt durch die Expansion in Südamerika und Skandinavien stieg das Volumen der Internet-Tickets um 19,7% auf 26,5 Mio.

Durch die geplante Ausweitung des hochprofitablen Geschäftsmodells auf andere europäische Märkte sollte der positive Trend anhalten.

Das Segment Live Entertainment war gegenüber dem starken Vorjahr schwächer.

MyTicket, der eigene Vertrieb der DEAG im Ticketing-Bereich, ist bereits in seinem 2. Geschäftsjahr profitabel.

Um das Wachstum voranzubringen, verfolgt der Vorstand eine aggressive Expansions-Strategie.

24. Januar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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