Die globale Schuldenuhr läuft ab…

Weltweit steigen die Schulden an. Sie haben die unvorstellbare Summe von 217 Bio. Dollar erreicht. Das wird massive Folgen für uns alle haben. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Das globale Schuldenmachen kennt keine Grenzen mehr.

Neue Zahlen, die ich Ihnen gleich vorstellen werde, zeigen Ihnen nur eines:

Die Staaten werden immer größere Probleme bekommen die Schulden überhaupt noch zurückzahlen zu können.

Der Verlierer sind wieder einmal die Steuerzahler

Ein Verlierer dieser Entwicklung steht auch schon fest: Das sind wir alle als Steuerzahler.

Nur durch langfristig steigende Steuern wird es überhaupt noch möglich sein, die massiven aus dem Ruder gelaufenen Schulden irgendwie noch weiter im Griff zu behalten.

So kurz vor der Bundestagswahl will sich da natürlich keine Partei festlegen.

Doch Sie können davon ausgehen, dass nach der Bundestagswahl auch Steuer-Erhöhungen wieder ein Thema sein werden.

Vielleicht werden es auch nicht direkte Erhöhungen sein, sondern beispielsweise wird der Wegfall von Erleichterungen weiter verzögert.

Hier bietet sich einmal mehr der Solidaritäts-Zuschlag an, der uns schon seit Jahrzehnten begleitet und vielleicht irgendwann in ferner Zukunft einmal tatsächlich abgeschafft werden wird.

Schulden auf Rekordstand – Und es geht einfach immer weiter…

Doch zurück zu den Schulden und einer unglaublichen Zahl:

Laut des Institutes for International Finance haben die globalen Schulden im 1. Quartal 2017 ein Rekordniveau von 217 Bio. Dollar erreicht!

Sicherlich können Sie diese Zahl nicht wirklich fassen; mir ging es ähnlich.

Etwas greifbarer ist da schon folgende Einordnung: Diese Zahl entspricht 327% der weltweiten Wirtschaftsleistung.

Und wer sind die aktuellen Treiber bei den Schulden? Auch hierzu liefern die aktuellen Daten Hinweise:

Es sind vor allen Dingen die aufstrebenden Nationen, zu denen beispielsweise China und Indien gehören.

Ein ganz wichtiger Faktor bei der Einschätzung der aktuellen Schuldenlage ist die Rolle der Notenbanken:

Die Währungs-Hüter sorgen spätestens seit der globalen Finanzkrise 2008/2009 dafür, dass die Stabilität der Finanzmärkte teuer erkauft wird.

Immer wieder neue Schulden und ein Zinsniveau nahe der Null-Linie halten das System derzeit noch stabil.

Doch für mich ist es nur eine Frage der Zeit, bis das brüchige Fundament dem Druck nicht mehr standhalten wird.

Lassen Sie sich nicht in falscher Sicherheit wiegen

Immer wieder stoße ich in diesen Tagen auf Meldungen und Äußerungen von Börsen-Experten, die einen Crash derzeit für ausgeschlossen halten.

Eine solche Einschätzung ist deren gutes Recht. Aber ich erinnere mich noch sehr gut an die Jahre 2000 und 2007:

Auch damals wagten sich viele Experten in die Öffentlichkeit und prophezeiten einen Fortbestand des Wachstums an den Börsen.

Wir alle wissen, was damals wirklich kam: Die Börsen stürzten in beiden Fällen massiv ab.

Genau das erwarte ich jetzt auch wieder, wenn die globale Schuldenblase platzt.

Und wie ich an dieser Stelle schon häufiger geschrieben habe: Es ist für mich keine Frage des OB, sondern nur noch, WANN diese Blase tatsächlich platzen wird.

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt