Coca-Cola: Die größte Marke der Welt

Coca-Cola muss nicht immer ungesund sein. Wir erklären Ihnen hier in diesem Artikel, wie die Aktie Anlegern aktuell schmeckt. (Foto: Fotazdymak / Shutterstock.com)

Wenn es kalt und erfrischend sein soll, greifen Millionen Menschen rund um den Erdball gerne zu Coca-Cola oder anderen Softdrinks des Konzerns.

Dabei müssen figurbewusste Genießer nicht einmal ein schlechtes Gewissen haben, denn die Drinks gibt es heute auch ohne Kalorien.

Dem schnellen Genuss nach dem Sport steht also nichts im Wege.

Anders als Konzerne, wie beispielsweise McDonald’s, hat Coca-Cola die Kurve gekriegt und integriert zunehmend auch Sportler.

Wenn eine starke Marke eine so große Kundengruppe hat, kann das eigentlich nur gut gehen – oder doch nicht!?

Coca-Cola im Kurzportrait

Coca-Cola ist der weltgrößte Hersteller von Softdrinks und kontrolliert rund 50% des Weltmarkts für alkoholfreie Erfrischungs-Getränke.

Der Konzern vertreibt 500 verschiedene Marken und 3.500 Produkte in 200 Ländern, darunter 4 der 5 weltweit bekanntesten Getränke-Marken:

  • Coca-Cola,
  • Fanta,
  • Sprite
  • und Schweppes.

Der Abfüller Coca-Cola Enterprises wurde zwischenzeitlich vollständig übernommen.

Bald auch Tee und Kaffee von Coca-Cola?

Der Abwärtstrend setzte sich fort: Im 1. Quartal hat Coca-Cola erneut weniger umgesetzt und verdient. In allen Regionen ist die Rentabilität gesunken.

Denn die Konsumenten sind gesundheitsbewusster geworden und verzichten immer häufiger auf braune Brause.

Belastet hat aber auch die fortschreitende Rückführung des defizitären Abfüll-Geschäfts an Franchise-Partner.

Der neue CEO soll jetzt die Trendwende einleiten. Einen radikalen Strategiewechsel erwarten wir aber nicht.

Die Marke Coca-Cola, die immer noch für 40% des Gesamt-Umsatzes steht, muss jedoch gesünder werden.

Der Zuckergehalt wurde aber schon reduziert – und weitere Geschmacks-Veränderungen könnten noch mehr Konsumenten vergraulen.

In Japan testet der Konzern derzeit Coca-Cola Plus, die weder Zucker noch Kalorien enthält, dafür aber Ballaststoffe.

Ziel ist es, ein Standbein im wachstumsstarken Markt für Functial Food zu erhalten.

Sinnvoller wäre die vollständige Übernahme von Monster. Damit würde Coca- Cola sein Angebot erweitern und das Wachstum ankurbeln.

Der Konzern könnte auch mit seinen Tee-, Kaffee- und Wasser-Marken noch stärker expandieren.

Großer Aufwand für Aktionäre, aber…

Ein bewährtes Mittel, um die Rentabilität zu verbessern, sind Kosten-Senkungen; geplant ist der Abbau von 1.200 Stellen. Bis 2019 will Coca-Cola insges. 3,8 Mrd. $ einsparen.

Eine Gefahr sind Sonder-Steuern auf zuckerhaltige Getränke, die in einigen US-Städten bereits eingeführt wurden. Diese Maßnahme könnte weltweit Schule machen.

2017 erwarten wir wegen der Ausgliederung des Abfüll-Geschäfts einen kräftigen Umsatz-Rückgang. Auch der Gewinn wird sinken.

Zwar tut Coca-Cola über Aktienrückkäufe und Dividenden-Steigerungen viel für Aktionäre, doch ein Selbstläufer ist das Papier deswegen noch lange nicht.

Die Bewertung ist aktuell etwas zu hoch.

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.