Die große Stunde für Gold steht bevor

Der Dezember bleibt extrem spannend beim Gold. Ein Ende der Schwäche-Phase ist erst einmal nicht erkennbar.

Daher schaue ich derzeit häufig auf aktuelle Einschätzungen von Marktexperten, die Erklärungen für die aktuelle Situation liefern und zusätzlich noch in die Zukunft schauen.

Jetzt habe ich eine sehr prägnante Analyse des Goldexperten Joe Foster erhalten. Er ist Portfolio-Manager bei van Eck und hat eine ganz klare Meinung zur aktuellen Situation beim Gold:

Seiner Einschätzung nach befinden sich die Standard Aktienmärkte seit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten im „Fantasiemodus“.

Derzeit steigen die Aktien hauptsächlich weil sich positive Prognosen auf die zukünftige Politik von Donald Trump stützen.

Goldexperte sicher: US-Börsen sind aktuell zu hoch gestiegen

Der US-Markt steigt vor allen Dingen so stark, weil verschiedene Faktoren als sehr positiv für die weitere wirtschaftliche Entwicklung im Land angesehen werden.

Dazu gehören die von Trump angekündigten Steuerkürzungen genauso wie die hohen Infrastruktur-Ausgaben und die regulatorischen Reformen bezüglich der Finanzbranche.

Alles zusammen könnte das die US-Notenbank zu weiteren Zinsschritten veranlassen. Doch dazu sagt Joe Foster:

„Ein solcher Ausblick arbeitet ganz klar gegen sichere Geldanlagen wie Anleihen und auch Gold.

Auch wenn wir hoffen, dass die US-Wirtschaft sich so positiv entwickeln wird, so wird es sehr ambitioniert wenn nicht sogar unmöglich sein, dass diese Dinge tatsächlich Realität werden.“

Aktuell blendet der Markt einfach viele Dinge aus, die aber weiterhin eminent wichtig sind. So verweist der Goldexperte Joe Foster darauf hin, dass wir eben immer noch die extrem hohen Schulden haben.

Sollte beispielsweise Donald Trump die massiven Steuerkürzungen in den USA durchsetzen, könnte auf Sicht der kommenden Jahre die Schuldenquote des Staates von aktuell 77% der Wirtschaftsleistung auf mehr als 100% der Wirtschaftsleistung in knapp 10 Jahren steigen.

Zusätzlich weist Joe Foster auch darauf hin, dass die aktuelle positive Konjunktur-Phase schon extrem lange andauert mit einer Länge von rund 7 Jahren.

Immens langer positiver Wirtschafts-Zyklus

Das ist schon jetzt der viertlängste positive Wirtschafts-Zyklus seit 1902.

Auf dieser Basis steigt schlicht und einfach die Wahrscheinlichkeit für das Aufkommen einer Rezession in den USA in den kommenden 4 Jahren.

Grundsätzlich steigt auch kurzfristig die Gefahr für eine deutliche Korrektur an den Märkten. Dafür hat Foster noch ein weiteres Kennzeichen ausgemacht.

So haben in den USA der S&P 500, der Dow Jones Index und auch der marktbreite Russel 2000 alle im November neue Allzeit-Hochs erreicht.

Der Blick in den Rückspiegel

Das letzte Mal dass so etwas passiert ist, war am 31. Dezember 1999. Danach liefen die Märkte noch 2 Monate in ruhigen Bahnen.

Ab März 2000 begann dann die damalige Internetblase zu platzen und die Börsen rutschten daraufhin weltweit massiv in den Keller…

19. Dezember 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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