Die Gründe für Investitionen in Standard- und Nebenwerte

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Es gibt gute Gründe für eine Investition in Standardwerte, aber auch gute Gründe, die für Nebenwerte sprechen. (Foto: Pavel Ignatov / shutterstock.com)

Nachdem ich Ihnen am Dienstag die wichtigsten Unterschiede zwischen Standard- und Nebenwerten aufgezeigt habe, möchte ich Ihnen heute die Gründe auflisten, die für eine Investition in Nebenwerte sprechen und die, die für Standardwerte sprechen.

Was für Nebenwerte spricht

Einige Nebenwerte sind in ihrer jeweiligen Nische Marktführer und verdienen dort bestens (gilt vor allem für viele MDax-Unternehmen). Deshalb bieten Nebenwerte im Vergleich zu Standardwerten oft überproportionale Wachstumsraten.

Außerdem sind kleine und mittelgroße Nebenwerte ideale Übernahmekandidaten, da sie an den Börsen oft dreistellige Millionenbeträge bis einstellige Milliardenbeträge kosten und somit als gut finanzierbare Übernahmeziele gelten. Im Falle einer Übernahme winken Ihnen als Aktionär hohe Gewinne.

Die Standardwerte sind im Vergleich zu den Nebenwerten zumeist schwerfälliger, denn ab einer gewissen Größe wird ein signifikantes Wachstum sehr schwierig. Viele der Standardwerte aus dem DAX haben die besten Wachstumsjahre folglich schon hinter sich.

Auch leiden die größten Indizes, und die darin enthaltenen Blue Chips, oftmals unter sogenannten Index-Investoren. Wenn ein internationaler Investor beispielsweise den deutschen Aktienmarkt abdecken will, kauft er in der heutigen Zeit einen Index-Fonds auf den DAX. In schlechten Zeiten wird dann auch gleich der ganze Index verkauft.

Das führt dazu, dass häufig viele DAX-Unternehmen im Gleichklang laufen und gute Meldungen nicht mehr so stark belohnt werden. Es gibt also eine Art Sippenhaft.

Ein weiterer interessanter Aspekt, der vor allem in bestimmten Marktphasen für Nebenwerte spricht, ergibt sich aus einer Studie von Allianz Global Investors. Diese Studie zeigt, dass Nebenwerte vor allem im Vorfeld künftiger Zinserhöhungen besser abschneiden als die großkapitalisierten Unternehmen.

Und was für Standardwerte

Die Volatilität, also das Schwanken des Kurses, ist bei Standardwerten vergleichsweise niedrig. Somit können Standardwerte risikoarm verkauft werden, also wieder in Geld gewandelt werden.

Rund 50% der Rendite bei Standardwerten besteht oftmals aus der Dividende. Außerdem sollten Standardwerte nicht kurzfristig gehalten werden, sondern sind eher eine langfristige Investition.

Wenn Sie also möglichst schwankungsarme und dividendenstarke Aktien kaufen wollen, empfiehlt sich der Kauf von Standardwerten. Bei solchen Investitionen müssen Sie Ihr Depot nicht ständig im Blick haben, sondern können diese Aktien langfristig halten.

Wenn Sie einen etwas größeren Renditekick suchen, bieten sich Nebenwerte dafür sehr gut an, da bei diesen, wie schon geschrieben, regelmäßig mit größeren Wachstumsraten zu rechnen ist, als bei Standardwerten.

Eine Auswahl an besonders aussichtsreichen Nebenwerten finden Sie in meinem Börsendienst Mittelstands-Depot. Darüber hinaus stelle ich Ihnen hier im Newsletter ebenfalls regelmäßig interessante Nebenwerte vor.

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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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