Die Hardware-Branche hat es derzeit nicht leicht

Cisco Systems konnte im 1. Quartal des neuen Geschäftsjahres den Umsatz um 3,6% auf 12,7 Mrd. $ anheben.

Das Geschäft mit Switches, das für 30% des Umsatzes verantwortlich ist, konnte um 5% gesteigert werden.

Die Einnahmen im Router-Bereich gingen dagegen um 8% zurück. Beim Gewinn resultierte gar ein Sprung um 1/3 auf 2,4 Mrd. $.

Mit dem Ergebnis übertraf der Konzern die Erwartungen der Markt-Beobachter. Dass an der Börse die Zukunft gehandelt wird, zeigte wieder einmal die Reaktion der Anleger.

Die Aktie knickte ein. Denn Cisco traut sich im laufenden Quartal nur ein Wachstum von maximal 2% bei den Umsätzen zu. Im schlechtesten Fall könnten die Umsätze sogar stagnieren.

Cisco Systems: Verhaltener Ausblick

Der verhaltene Ausblick basiert auf tiefer als erwartet ausgefallenen Bestellungs-Eingängen im 1. Quartal, begründete der CEO die enttäuschende Prognose.

Die Firmenzukäufe von OpenDNS, MaintenanceNet und Pawaa Software wurden zum Abschluss gebracht.

Im 2. Quartal sollen die geplanten Übernahmen von Portcullis, ParStream, Lancope und Mainstream zum Abschluss kommen.

Gleichzeitig hat Cisco die Übernahme von Acano bekannt gegeben und erweitert mit den Audio-, Video- und Web-Conferencing-Lösungen des Unternehmens sein Collaboration-Portfolio.

Die Aktie war in der jüngsten Zeit wieder gut gelaufen. Cisco profitiert nicht nur bei der reinen Vernetzung der Internetwelt, sondern auch bei der Speicherung von Daten.

Im Cloud-Geschäft mischt Cisco kräftig mit. Offenbar wackelt kurzfristig aber auch hier die Wachstums-Fantasie.

Unternehmensporträt

Cisco Systems ist der weltweit führende Entwickler und Hersteller von High-Performance-Multimedia- und Multiprotokoll-Internetworking-Produkten für Computer-Netzwerke.

Die Produkte (insb. Router und Switches) decken eine große Bandbreite an End-to-End Netzwerk-Hardware, Software und Services ab. Hauptkunden sind Telefon-Gesellschaften, Internet-Service-Anbieter, Energieversorger, der Staat und kleine bis mittelständische Unternehmen.

Apple hat im 4. Quartal über 11 Mrd. $ Gewinn erzielt und sich damit noch einmal um 31% gesteigert

Der Erfolg birgt aber auch ein Risiko: Die Abhängigkeit vom iPhone. Geschätzt 80 bis 90% des Gewinns gehen auf das Konto des iPhones. Das Smartphone macht mittlerweile 69% vom Umsatz aus.

Sollte es eines Tages auf weniger Interesse stoßen, hat Apple ein Problem. Dieses Mal war auf das iPhone noch Verlass.

Die ersten Verkaufstage des neuen 6s und der größeren Version 6S Plus spielten in die Bilanz hinein. Die Geräte sollen gleich Rekorde gebrochen haben.

Apple verkaufte 48 Mio. iPhones, rund 22% mehr als 1 Jahr zuvor

Der Umsatz stieg um 22% auf 51,5 Mrd. $. Diesmal wurde der Absatz zusätzlich dadurch angekurbelt, weil die beiden neuen Varianten des iPhone 6S von Anfang an auch in China verfügbar waren.

Im Vergleich zum Vorjahres-Quartal hat sich das China-Geschäft verdoppelt. Die Verkäufe der iPads fielen um fast 1/5 auf 9,89 Mio. Geräte.

Beim Mac gab es inmitten der Talfahrt des PC-Marktes ein Absatzplus von 3% auf 5,7 Mio. Computer – ein neuer Rekord für Apple.

Im Bereich andere Produkte, in dem das Geschäft mit der Computer-Uhr Apple Watch, der Fernseh-Box Apple TV und den iPod-Playern verbucht wird, stieg der Umsatz um 61% auf gut 3 Mrd. $.

Apple nannte bisher keine Absatz-Zahlen zu der seit April verkauften Uhr. Cook sagte, es sei eine vielversprechende Produkt-Kategorie.

Durch das Weihnachts-Quartal will Apple dank der neuen Modelle auf einen Umsatz bis zu 77,5 Mrd. $ kommen.

Unternehmens-Porträt

Apple Inc. designt, produziert und vermarktet PCs und Server sowie Hard-/Software und Kommunikations-Lösungen. Kunden-Zielgruppen sind primär die Bereiche Bildung, Konsum, Unternehmen.

Die Produkt-Palette umfasst Desktop-Geräte (Macintosh, iMac), Notebooks (iBooks, Titanium), Peripherie- sowie Multimedia-Geräte und Handys (iPod, iPad, iPhone).

Apple-PCs und das Mac OS X halten eine Sonderstellung im Wintel-Markt (Microsoft-Windows und Intel).

15. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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