Die kleine Gruppe von Goldunternehmen bietet besondere Chancen

In den vergangenen Wochen ist es ruhiger geworden bei den Goldminen-Aktien. Die Turbulenzen der ersten Monate des laufenden Jahres sind schon vorbei.

Bei Goldminne-Aktien kehrt Ruhe ein

Seit Anfang Januar kletterte beispielsweise der Marktführer Barrick Gold um mehr als 200% nach oben.

Das Hoch markierte die Aktie Anfang Juli. Danach folgte eine Konsolidierung und der klare Auslöser für den letzten Rückgang war das Ergebnis der US-Präsidentenwahl mit dem Sieg des Außenseiters Donald Trump.

Während seit dem die Notierungen bei den Standard-Aktien immer weiter nach oben gehen, haben sich beispielsweise nach dem Wahlsieg von Donald Trump die meisten Goldminen-Aktien nicht von der Stelle bewegt.

Insgesamt waren die Schwankungen im Goldminen-Bereich in diesem Jahr wieder extrem hoch. Das gilt sowohl für die großen Produzenten als auch für die kleinen Goldwerte.

Einmal mehr hat sich jedoch eine klare Ausnahme gezeigt. Die Royalty- oder Streaming-Unternehmen weisen auf Jahressicht doch eine deutlich stabilere Kursentwicklung auf.

Streaming-Unternehmen haben stabiles Geschäftsmodell

Nur noch einmal kurz für Sie zur Erklärung:

Streaming-Unternehmen besitzen selbst keine Minen. Sie kaufen die Goldproduktion von anderen Produzenten ein. Oft sind es Minenbetreiber, bei denen Gold als Beiprodukt von anderen Metallen anfällt.

Es ist aber auch gut möglich, dass Konzerne ihre zukünftige Produktion schon an Firmen im Streaming-Bereich verkaufen, um schnell an finanzielle Mittel zukommen.

Im Endeffekt ist dieses Geschäftsmodell eine Win-Win Situation für beide Seiten.

Die Produzenten erhalten schnell und zuverlässig ihre Zahlungen. Die Streaming-Unternehmen können langfristig mit sicheren Erträgen über die Goldproduktion planen.

Dieses sichere Geschäftsmodell ist bei den Investoren beliebt, wie das Beispiel Royal Gold zeigt:

Die Aktie kletterte immerhin vom Jahrestief bei 23 € bis auf 78 € in der Spitze Anfang August.

Aber seitdem hat die Aktie gar nicht so stark verloren und notiert mit 64 € immer noch auf einem extrem hohen Niveau.

Auch Perspektiven für nächstes Jahr gut

Beim Blick auf die Entwicklung im kommenden Jahr kann ich Ihnen auch nur eins sagen: Die Streaming-Konzerne wie beispielsweise Royal Gold haben auch weiterhin gute Perspektiven.

Das liegt an der Stabilität des Geschäftsmodells und der relativen Unabhängigkeit von den Preisschwankungen.

Allerdings legen diese Werte in stark steigenden Phasen auch nicht so extrem zu wie beispielsweise Produzenten extrem niedrigen Produktionskosten.

Bei den Unternehmen ist der Gewinnhebel auf jeden Fall noch einmal größer.

14. Dezember 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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