Die letzte Verfallswoche steht vor der Tür – wo rechnen wir am Freitag ab?

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Wenig Volatilität voraus: Die Börsenwoche steht im Zeichen des Hexensabatts. Aktuell befinden wir uns bereits im idealen Bereich für die Stillhalter. (Foto: Pavel Ignatov / shutterstock.com)

So richtig viel Handelsvolumen und Volatilität haben wir aktuell nicht im DAX. Das kann sich in den nächsten Tagen aber ändern. Am Freitag ist Hexensabatt und bis dahin werden sich die Kurse vermutlich noch ein wenig bewegen.

Erwarten Sie aber dennoch nicht allzu viel. Wir sind bereits in einem Bereich, den die Stillhalter aufgrund der Positionen von Puts und Calls durchaus gut finden können. Eine große Put-Position liegt aktuell bei 12.600 Punkten. So verlockend es auch wäre, die Kurse bis Freitag darunter zu drücken – dafür haben wir aktuell etwas viel Abstand.

Die nächste größere Position für Puts liegt bei 13.000 Punkten. Das wäre durchaus im Bereich des Möglichen, wenngleich sich hier die Stillhalter schon ins Zeug legen müssen. Wir haben im Moment viel Gegenwehr – alleine im Bereich über 13.200 Punkte. Da muss es dann schon mit deutlich Gewalt nach unten gehen.

Der DAX macht die Grätsche

Wie Sie sehen, gehen die Kerzen immer weiter auseinander. Heute habe ich Ihnen dazu einen 4-Stunden-Chart mitgebracht. Die Ausschläge werden ab und zu größer und dann passiert vier Stunden lang wiederum teilweise gar nichts.

Letztlich spricht jetzt durch diesen Chart einiges dafür, dass wir vielleicht bald noch einmal die 12.800 Punkte sehen. Könnte allerdings sein, dass dies erst im Januar geschieht. Schließlich haben wir doch eine Weihnachtsmannrallye und diese darf ja nicht ausfallen. Wo kämen wir denn da hin?!

Oder startet diese erst ab nächster Woche? Dann ist doch schon Weihnachten! Die Tage zwischen den Jahren sind meist bullisch und haben wenig Volumen. Wer dann die Kurse nach oben pushen will, kann dies leicht tun.

Also sollten wir diese Woche wohl noch vorsichtig sein. Der Verfall kann sonst sein buntes Spiel mit uns treiben. Heute notieren die Kurse bereits schon unter der 13.300er Marke. Der Bereich um 13.200 Punkte wäre ein mögliches Ziel für die nächsten Stunden und Tage.

Verfallstag mit Boost Richtung Allzeithoch?

Fehlanzeige. Auf der Oberseite gibt es kein wirklich attraktives Ziel für die Stillhalter. Die aktuell größte Call-Position liegt bei 13.000 Punkten. Die nächstgrößere dann bei 13.300 und 13.600 Punkten. Es ist also durchaus machbar, dass wir am Freitag unter 13.300 abrechnen und gleichzeitig über 13.000 Punkten.

Das sagt zumindest die momentane Lage des Open Interests: Irgendwo im Bereich zwischen 13.000 und 13.300 Punkten wird am Freitag abgerechnet. Da liegen wir heute schon kurz vor Handelsschluss. Insofern spricht viel dafür, dass wir wenig Turbulenzen erleben werden.

Klar, geopolitische Äußerungen können die Kurse noch einmal durcheinander wirbeln und dann müssten die Stillhalter einspringen. Doch derzeit gibt es keinen Grund, warum wir bis Freitagabend extreme Schwankungen sehen sollten – Trump & Co. lassen wir dabei natürlich außen vor.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.