Die Lichter sind wieder an!

Enstpannung an den Märkten! Strohfeuer oder Fundament? Auf was Sie jetzt achten müssen, das verrrät Ihnen Michael Sturm! (Foto: gopixa / Shutterstock.com)

Die sich abzeichnende Beruhigung im Handelsstreit zwischen China und den USA sowie die in dieser Nacht günstig verlaufene US-Zwischenwahl (Midterm Election) sorgen für eine Entspannung an den Aktienmärkten.

Natürlich ist das kein Garant für einen jetzt durchstartenden DAX, aber es ist ein ganz anderes Fundament, als es noch vor 4 Wochen der Fall war! Der DAX kann sich durchaus noch einmal nach unten neigen, aber das würde die Chance auf einen W-Doppelboden und damit auf eine Jahresendrally weiter steigern.

Fazit: Die Chancen auf einen besseren Jahresausklang stehen jetzt nicht schlecht.

Wie die aktuelle charttechnische Lage aussieht, dazu betrachten wir zunächst den kurzfristigen 1-Monatschart vom DAX-Index:

DAX-Chart 1 Monat (Stundenbalken)

11.800 muss geknackt werden!

Im kurzfristigen 1-Monats-Chartbild vom DAX-Index erkennen Sie den kurzfristigen Abwärtstrendkanal (roter Trendkanal) mit dem Jahrestief bei knapp oberhalb der 11.000 Punkte-Marke. Der Abwärtstrend ist zunächst überwunden und der Index konnte einen kurzfristigen Aufwärtstrendkanal (blauer Trend) etablieren. Dieser mündet an der Obergrenze in einem Schnittpunkt mit dem Widerstand bei etwa 11.800 Punkten (grüne Widerstandslinie).

Die erste Zwischenerholung Mitte Oktober wurde dort an der 11.800 gestoppt. Das bedeutet, diese Hürde ist nicht so im Vorbeilaufen zu nehmen. Ich erwarte bei Erreichen der 11.800 zunächst eine Pause und Kraftholen, bevor sie übersprungen werden könnte. Gelingt der Sprung, dann hat der DAX-Index seine Jahrestiefs definitiv hinter sich gelassen und kann wieder nach oben schauen.

Vorher muss er aber die heute erreichte Zone bei 11.650 bis 11.700 Punkten knacken (gestrichelte Zone).

Auf der Unterseite müssen Sie zunächst die blaue Begrenzung des Trendkanals beachten. Wird sie unterschritten, dann wird noch einmal getestet! Das kann durchaus bis knapp zur 11.000er Marke reichen, muss es aber nicht. Denn auch bei 11.200/250 Punkten besteht eine gewisser Unterstützungsgrad!

Es sieht also wieder deutlich besser aus!

Betrachten wir das mittelfristige Chartbild vom DAX-Index:

DAX-Chart 1 Jahr (8-Stunden-Balken)

Mittelfristiger Abwärtstrend weiterhin intakt! DAX kratzt am Widerstand.

Sie erkennen im mittelfristigen 1-Jahres-Chartbild den Abwärtstrend, den der DAX-Index mustergültig befolgte (roter Trendkanal).

Dax30 – Die Hürde ist zu groß

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Wie schon vor 14 Tagen an dieser Stelle vermutet, ist der Abwärtssog an der Untergrenze dieses Abwärtstrendkanals zunächst gestoppt worden.

Die derzeit ablaufende DAX-Erholung hat den mittleren Widerstand erreicht (mittlere hellrote Linie). Er liegt aktuell bei etwa 11.650 bis 11.700 Punkten. Dieser Punkt ist in der Kurzfristanalyse als gestrichelte Zone erkennbar. So gesehen ist hier durchaus ein nennenswerter Widerstand vorhanden, wenngleich sich in beiden zeitlichen Analysen dieser Punkt nicht an den Außengrenzen der übergeordneten Trendkanäle befindet, sondern genau in der Mitte!

Das Anlaufen auf die 11.800 ist also noch zusätzlich etwas behindert.

Aber es bleibt dabei: 11.800 Punkte müssen letztendlich geknackt werden, um eine mögliche Jahresendrally zu starten.

Keine leichte Aufgabe für den DAX-Index. Da könnte helfen, wenn sich die USA mit China im Handelsstreit jetzt noch endgültig einigen und ein somit großer Kaufimpuls den Markt trifft.

Zum Abschluss noch der Blick auf das Langfristchartbild vom DAX-Index:

 

DAX-Chart 10 Jahre (Wochenbalken)

Aufwärtstrend intakt!

Im langfristig völlig intakten Bullenmarkt (übergeordneter dunkelblauer Trendkanal) erkennen Sie einen weiteren langen Innentrend (hellblaue Linien). Dieser hat seit 2011 mit nur einer einzigen Ausnahme Bestand. Das war die Übertreibung nach oben im 1. Quartal 2015 (rote Spitze). Ansonsten wurde jeweils bei Erreichen der Obergrenze wie auch der Untergrenze eine Trendumkehr eingeleitet und der hellblaue Trend 10 Jahre lang befolgt!

Die untere Begrenzung des hellblauen Trends hat in 2016 zweimal auf den Punkt die Wende vorhergesagt. Sollte es auch diesmal so sein?

Falls ja, dann können Sie mit einer Rally an die obere Begrenzung des mittelfristigen Abwärtstrendkanals (roter Trend) rechnen. Das bedeutet, noch in diesem Jahr sollte die 12.450 wieder erreicht werden. Danach muss beobachtet werden, ob sogar der mittelfristige Abwärtstrendkanal, der uns seit 2018 begleitet, endlich beiseitegelegt werden kann. Aber soweit ist es noch nicht…

FAZIT:

Guter Verlauf bisher im November! Das Umfeld hat sich aufgehellt. Die Chance auf eine Jahresendrally bleibt uns erhalten!

Nach unten sollten Sie auf jeden Fall aktuell den Blick auf den Schnittpunkt 10.800/11.000 behalten! Die markanten Niveaus auf dem Weg nach oben sind 11.800/900 und 12.450.


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Von: Michael Sturm. Über den Autor

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