Die Lunte am Pulverfass: Explodiert der Nahe und Mittlere Osten?

Es braut sich etwas zusammen; nicht nur mitten in Deutschland aufgrund der Flüchtlingskrise, die bis heute noch nicht richtig von der Politik gehandelt wird.

Nein, auch in einer Region, auf die Sie in diesem Zusammenhang so schnell nicht kommen würden. Und doch ist sie so präsent, wie kaum eine andere.

Jedesmal, wenn Sie eine Tankstelle aufsuchen, werden Sie zumindest indirekt an diese erinnert.

Öl-Gigant Saudi-Arabien

Die Rede ist von Saudi-Arabien, der größten Volkswirtschaft im arabischen Raum.

Das wahabitische Königshaus ist der größte Ölproduzent der OPEC (Organization of the Petroleum Exporting Countries).

Die Organisation erdölexportierender Länder verfügt über etwa 40% der weltweiten Erdöl-Produktion sowie über 3/4 der weltweiten Erdöl-Reserven.

Heiliger Krieg gegen Russland

Zunächst geht es um Syrien. Sie wissen, dass seit Kurzem die Russen dort die syrische Opposition sowie die Terrorgruppen, wie etwa den Islamischen Staat (IS), angreifen.

Aus diesem Grund riefen unlängst 53 bekannte saudi-arabische Geistliche zum Heiligen Krieg gegen Russland auf; genauso gegen seine Verbündeten, den Iran und das Assad-Regime.

Anscheinend würden sie einen christlichen Kreuzzug durchführen.

Das Wort der Kleriker hat Einfluss. Es ist sozusagen offiziell und wendet sich direkt an die sunnitischen Extremisten, also an die Heiligen Krieger, die scheinbar die ganze islamische Nation verteidigen.

Saudis versus Russland

Doch das ist wahrscheinlich mehr als politisch-religiös verbrämte Polemik.

Vielleicht soll es einen anderen Sachverhalt verschleiern, von ihm ablenken: den völkerrechtswidrigen Krieg des saudischen Königshauses gegen den Jemen, um seinen Einfluss in der Region weiter auszubauen.

Bedenken Sie: Russlands Intervention im Nahen Osten hat große Auswirkungen, gefährdet sie doch die Stellung der Saudis. Und es geht um den Ölpreis…

Der Ölpreis-Verfall und seine Auswirkungen

2015 ist Russland nach den USA das zweitgrößte Erdöl-Förderland weltweit. Saudi Arabien folgt an 3. Stelle.

Deshalb hat der Verfall des Ölpreises, der sich binnen eines Jahres fast halbierte, schwere wirtschaftliche Auswirkungen auf diese Länder.

Nicht nur auf Russland, um einen der Akteure im Syrien-Krieg zu nennen, sondern auch – und das vermuten die wenigsten – auf die Saudis.

Der Sparkurs der Saudis

Das Königshaus hat jetzt sogar eine Art Haushalts-Sperre verhängt; So will es die sich verschlechternde Haushalts-Lage des Landes in den Griff bekommen.

Dazu muss man wissen: Die Öl-Einnahmen machen 90% der saudischen Einnahmen aus.

Wie diese Maßnahmen, die über das Finanzministerium koordiniert werden, aussehen, verraten wir Ihnen nachfolgend:

  • Vorerst dürfen die Provinzen keine neuen Projekte mehr genehmigen, wie etwa Hochgeschwindigkeits-Züge.
  • Die Behörden dürfen keine neuen Autos oder Einrichtungs-Gegenstände mehr kaufen.
  • Neue Immobilien-Projekte dürfen nicht genehmigt werden; etwa neue Fußballstadien.

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12. Oktober 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

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