Die Luxusgüter-Branche hat die Talsohle erreicht

Nach einem schweren Jahr 2016 geht es für die Luxusgüter-Branche wieder aufwärts. V. a. die Nachfrage aus den Schwellenländern zog wieder an. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Seit der Finanzkrise 2008/2009 war 2016 das schwierigste Jahr für die Luxusgüter-Branche.

Im 2. Halbjahr haben die Geschäfte aber bei vielen Unternehmen bereits wieder angezogen. Die Börse hat den Wendepunkt am Luxusmarkt vorweggenommen.

Wendepunkt am Luxusmarkt

Die von mir beobachteten Konzerne verzeichneten in den vergangenen 12 Monaten zum Teil deutliche Kursgewinne:

  • Burberry +67%,
  • LVMH +58%,
  • Richemont +38%,
  • Tiffany +38%,
  • Swatch +29%
  • und Coach +16%.

Insbesondere die Nachfrage aus den Schwellenländern wie Brasilien, Russland und China hat wieder angezogen.

Die brasilianische und die russische Währung wurden aufgewertet und die Kaufkraft der Touristen aus Brasilien und Russland gestärkt.

Reisende aus beiden Ländern sind bekannt dafür, gerne Luxus-Artikel zu shoppen.

Auch in China ist die Konsum-Freude wieder zurückgekehrt

Die Angst vor Terror-Anschlägen in Europa ist einer neuen Reiselust gewichen. Reisebuchungen nach Europa aus dem Reich der Mitte haben stark angezogen.

Das weitgehend stabile Wirtschafts-Wachstum in China unterstützt die Konsum-Bereitschaft.

Ein wichtiger Faktor: Chinesische Touristen steuern 20 – 25% zu den Ausgaben im Luxusgüter-Markt bei.

Allerdings konsumieren die Chinesen nach der Abwertung des Yuan vermehrt auf dem heimischen Markt.

Zumal viele Luxus-Unternehmen bei ihren Produkten Preis-Anpassungen vorgenommen haben, so dass die Differenz zum europäischen Markt nicht mehr so groß ist.

Geschäfts-Entwicklung der aussichtsreichsten Firmen

LVMH bleibt unser Favorit. Der Konzern hat seine Stärke in dem anspruchsvollen Umfeld unter Beweis gestellt und 2016 Rekord-Ergebnisse präsentiert.

Nach dem guten Jahresauftakt mit einem Umsatz-Plus von 13% dürften auch 2017 neue Bestmarken erreicht werden.

Durch die Komplett-Übernahme von Christian Dior und die Mehrheits-Beteiligung am Parfüm-Hersteller Maison Francis Kurkdjian wird das attraktive Marken-Portfolio weiter gestärkt.

Burberry befindet sich in einer Übergangs-Phase; wird modernisiert. Der Erfolg des Umbaus lässt aber noch auf sich warten. 2016 hat der Konzern stark von Währungs-Effekten profitiert.

Der um Währungs-Effekte bereinigte Vorsteuer-Gewinn sank jedoch um 21%.

Tiffany beeindruckt mit seiner Marken-Stärke und Preissetzungs-Macht.

Auch 2016 kam es zu keinen Profitabilitäts-Einschnitten. Das Wachstum hat sich aber stark verlangsamt, und die Umsätze auf vergleichbarer Verkaufsfläche sind rückläufig.

CEO Cumenal musste nach nicht einmal 2 Jahren seinen Posten räumen.

Coach kann deutliche Rentabilitäts-Fortschritte vermelden. Die Strategie, die Rabatt-Aktionen und die Zahl der Verkaufs-Punkte zu reduzieren, hat sich ausgezahlt:

Nach der Übernahme der Marke Weitzman im Jahr 2015 plant der Konzern das New Yorker Label Kate Spade für 2,4 Mrd. $ zu übernehmen.

Damit wandelt sich Coach zunehmend zu einem Mehrmarken-Konzern.

Bei Swatch ist die von CEO Hayek angekündigte Aufholjagd im 2. Halbjahr ausgeblieben. Die Vorjahreswerte wurden nicht erreicht.

Für 2017 setzt er auf eine Erholung des Uhren-Marktes und hat ein Wachstum von 7 – 9% in Aussicht gestellt.

Richemont hat ebenfalls stark unter der Krise am Uhrenmarkt gelitten. Die Profitabilität des Uhren-Segments hat ein Rekordtief erreicht.

Das Schmuck-Segment zeigt sich krisenresistenter.

Mit einer Verjüngungskur im Management und Verwaltungsrat soll der Konzern auf die zunehmende Digitalisierung des Luxus-Marktes eingestellt werden.

Kering hat die Erwartungen übertroffen.

Die Marken Gucci, Puma und Yves Saint Laurent verzeichneten deutliche Gewinn-Zuwächse.

Nach den starken Kursgewinnen bewegen sich die Bewertungen unserer Unternehmen am oberen Ende der historischen Spanne.

Anleger sollten sich bewusst sein, dass sich die Chance auf 2-stellige Kursgewinne dadurch deutlich reduziert hat.


Passives Einkommen 2018

Sichern Sie sich jetzt gratis den Sonder-Report: “Wie Sie mit diesen 3 dividendenstarken ETFs gleich doppelt verdienen” und erfahren Sie exklusiv, welche Aktien in Ihrem Depot nicht fehlen sollten!

Hier klicken und erfahren wie Sie gleich doppelt verdienen und Gewinne vor dem Staat schützen...


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter von Volker Gelfarth. Zusätzlich erhalten Sie kostenlose E-Mail Updates zu den profitabelsten Börsengeschäften.

Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die deutsche Wirtschaft AG
Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt