Die nächste Börsenkorrektur kommt bestimmt: So sind Sie stets vorbereitet

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Seien Sie stets vorbereitet auf schwierige Phasen und überraschende Ereignisse – Faustregel für Stopp-Loss-Orders. (Foto: MR.LIGHTMAN1975 / Shutterstock.com)

Herzlich willkommen im neuen Börsenjahr 2020! Nach einem starken Aktienjahr mit einer tollen Jahresendrallye fragen Sie sich bestimmt wie es an der Börse weitergeht. Wie ich Ihnen in meinem Jahresausblick erläutert habe, rechne ich mit einem weiteren sehr positiven Jahr für Aktien, alle Ampeln für weitere Kursgewinne stehen auf grün. Das heißt jedoch nicht, dass es dabei keine Schwankungen geben wird.

Im Gegenteil: Selbstverständlich werden wir an den Märkten auch wieder mal eine stärkere Korrektur zu sehen bekommen. Das schmeckt keinem Anleger und kaum einer möchte das gerade nach einer positiven Börsenphase wie den letzten Monaten 2019 hören. Doch mit meinen mittlerweile 22 Jahren Börsenerfahrung kann ich Ihnen sagen, dass es Sinn macht stets auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Um meine persönliche finanzielle Unabhängigkeit erreichen zu können, musste auch ich erst lernen, dass das bestmögliche Überstehen schwieriger Phasen und überraschender Ereignisse für den mittel- und langfristigen Erfolg einfach dazugehört.

Reagieren Sie besonnen und profitieren Sie so von den Fehlern anderer Anleger

Damit Sie sich (gegenüber den verlierenden Anlegern) verdientermaßen für Ihre Gewinne qualifizieren müssen Sie einige Hürden nehmen. Die Börse braucht immer wieder Konsolidierungsphasen und Korrekturen um auch unter den Anlegern „die Spreu vom Weizen“ zu trennen. Obwohl natürlich jeder Börseninvestor Gewinne erzielen möchte, ist das naturgemäß nicht möglich. Die Gewinne des Einen sind die Verluste oder entgangenen Gewinne des anderen.

Folglich muss es immer ausreichend Anlässe geben, bei denen Marktteilnehmer reihenweise verunsichert werden, so dass diese zu (meist emotionalen) Fehlern neigen und Geld verlieren (oder auf zukünftige Gewinne verzichten). Meist sind diese Anlässe scharfe Kurseinbrüche in unterschiedlichen zeitlichen und prozentualen Ausprägungen. Natürlich sollen Sie nicht vorsichtshalber aussteigen, nur weil es jederzeit eine Korrektur geben könnte. Für Sie geht es in erster Linie darum, im Fall der Fälle besonnen zu agieren und so von den Fehlern der anderen, emotionsgetriebenen Anleger zu profitieren.

Wie Sie sich auf Börsenkorrekturen und Ausnahmeereignisse vorbereiten

Für Ihren langfristigen Börsenerfolg ist es also entscheidend, möglichst gut auf „überraschende“ Börsenkorrekturen oder sonstige Ausnahmeereignisse (z.B. Terroranschläge, Naturkatastrophen, Stromasufälle etc.) vorbereitet zu sein, die andere Investoren Anlagegeld oder Gewinne kosten. Nur wenn Sie so schnell nichts aus der Ruhe bringt, weil Sie einen klaren Plan verfolgen, werden Sie in den entscheidenden Phasen keine hektischen und emotionalen (Fehl)Entscheidungen treffen. Denn an der Börse kann vieles passieren, auch über Nacht.

Legen Sie daher unbedingt bei allen Investments vorab fest, wie viel Spielraum Sie einer Aktie zubilligen. Konkret bedeutet das, dass Sie festlegen wie hoch Ihre Verlusttoleranz ist und wo Sie per Stopp-Loss konsequent die Reißleine ziehen. Das hängt natürlich auch von Ihren Anlagezielen und dem individuellen Zeithorizont ab. Selbstverständlich muss eine Aktie natürlich im Rahmen normaler Kursbewegungen auch schwanken können, denn sonst werden Sie viel zu häufig unnötigerweise ausgestoppt. Und das wäre fast genauso fatal, als wenn Sie sich überhaupt nicht absichern.

Faustregel für Stopp-Loss-Orders

Als Faustregel gilt: Ihr Stopp sollte (in Euro) ungefähr ein Drittel bis die Hälfte der Distanz zu Ihrem Kursziel ausmachen. Beispiel: Sie kaufen eine Aktie für 20 Euro und setzen auf einen 50 % Anstieg auf 30 Euro. Bei schwankungsfreudigeren (volatileren) Aktien könnte ein sinnvoller Stopp dann beispielsweise bei 15 Euro liegen, bei trägeren Aktien könnte hingegen ein Stopp von ca. 16,50 Euro ausreichen.

Spekulieren Sie hingegen auf eine rasche +25 % Aufwärtsbewegung, so könnte Ihr Stopp zwischen -9 % und -12 % liegen. Sobald Sie ein paar Börsenkorrekturen ordentlich gemeistert haben und im Anschluss daran wieder Gewinne erzielt haben, dann werden Sie moderate Korrekturen und Schwankungen zukünftig nicht mehr aus der Ruhe bringen oder zu kostspieligen Fehlern verleiten. Denn wenn es an der Zeit ist kommen Ihre Gewinne dann – unabhängig von der Strategie – auch im Jahr 2020 ganz von allein.


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Von: Maximilian Ritter. Über den Autor

Schon seit seiner Jugend interessiert sich Maximilian Ritter für das Börsengeschehen. In seinem Dienst "Aktien-Timing-System" setzt er auf eine verfeinerte CANSLIM-Methode, mit der sich eine 30%ige Rendite im Jahr erwirtschaften lässt.

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