Die nächste Börsenkorrektur kommt garantiert: Wer sich vorbereitet ist klar im Vorteil

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Seien Sie besser vorbereitet und profitieren Sie so von den Fehlern anderer Anleger – Faustregel für Stopp-Loss-Orders (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Früher oder später werden wir an den Märkten wieder eine stärkere Korrektur sehen bekommen. Und natürlich ist eines klar: Eine Börsennkorrektur schmeckt keinem Anleger. Auch mir nicht nach den mittlerweile 20 Börsenjahren, die ich bereits aktiv bin. Ich möchte am liebsten immer gewinnen und gebe alles dafür. Aber: Um meine persönliche finanzielle Unabhängigkeit erreichen zu können, musste auch ich erst lernen, dass das bestmögliche Überstehen schwieriger Phasen für den mittel- und langfristigen Erfolg einfach dazugehört.

Profitieren Sie von den Fehlern anderer Anleger

Damit Sie sich (gegenüber den verlierenden Anlegern) verdientermaßen für Ihre Gewinne qualifizieren müssen Sie einige Hürden nehmen. Die Börse braucht immer wieder Konsolidierungsphasen und Korrekturen um auch unter den Anlegern „die Spreu vom Weizen“ zu trennen. Obwohl natürlich jeder Börseninvestor Gewinne erzielen möchte, ist das naturgemäß nicht möglich.

Die Gewinne des Einen sind die Verluste oder entgangenen Gewinne des anderen. Folglich muss es immer ausreichend Anlässe geben, bei denen Marktteilnehmer reihenweise verunsichert werden, so dass diese zu (meist emotionalen) Fehlern neigen und Geld verlieren (oder auf zukünftige Gewinne verzichten). Meist sind diese Anlässe scharfe Kurseinbrüche in unterschiedlichen zeitlichen und prozentualen Ausprägungen. Für Sie geht es folglich in erster Linie darum, von den Fehlern der anderen, emotionsgetriebenen Anleger zu profitieren.

Wie Sie sich auf Börsenkorrekturen vorbereiten

Für Ihren langfristigen Börsenerfolg ist es also entscheidend, möglichst gut auf „überraschende“ Börsenkorrekturen vorbereitet zu sein, die andere Investoren Anlagegeld oder Gewinne kosten. Es kann sowohl Geld kosten zu lange in einer Verlust-Aktie zu hängen als auch zu rasch auszusteigen. Nur wenn Sie so schnell nichts aus der Ruhe bringt weil Sie einen klaren Plan verfolgen, werden Sie in den entscheidenden Phasen keine hektischen und emotionalen (Fehl)Entscheidungen treffen.

Legen Sie daher unbedingt bei allen Investments vorab fest, wie viel Spielraum Sie einer Aktie zubilligen. Konkret bedeutet das, dass Sie festlegen wie hoch Ihre Verlusttoleranz ist und wo Sie per Stopp-Loss konsequent die Reißleine ziehen. Das hängt natürlich auch von Ihren Anlagezielen ab. Selbstverständlich muss eine Aktie natürlich im Rahmen normaler Kursbewegungen auch schwanken können, denn sonst werden Sie viel zu häufig unnötigerweise ausgestoppt.

Faustregel für Stopp-Loss-Orders

Als Faustregel gilt: Ihr Stopp sollte (in Euro) ungefähr ein Drittel bis die Hälfte der Distanz zu Ihrem Kursziel ausmachen. Beispiel: Sie kaufen eine Aktie für 20 Euro und setzen auf einen 50 % Anstieg auf 30 Euro. Bei schwankungsfreudigeren (volatileren) Aktien könnte ein sinnvoller Stopp dann beispielsweise bei 15 Euro liegen, bei trägeren Aktien könnte hingegen ein Stopp von ca. 16,50 Euro ausreichen.

Sobald Sie ein paar Börsenkorrekturen ordentlich gemeistert haben und im Anschluss daran wieder Gewinne erzielt haben, dann werden Sie moderate Schwankungen zukünftig nicht mehr aus der Ruhe bringen oder zu kostspieligen Fehlern verleiten. Denn wenn es an der Zeit ist kommen Ihre Gewinne dann – unabhängig von der Strategie – regelmäßig ganz von allein.


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Von: Maximilian Ritter. Über den Autor

Schon seit seiner Jugend interessiert sich Maximilian Ritter für das Börsengeschehen. In seinem Dienst "Aktien-Timing-System" setzt er auf eine verfeinerte CANSLIM-Methode, mit der sich eine 30%ige Rendite im Jahr erwirtschaften lässt.